
Doxi im Perlenbachtal am Rande des Truppenübungsplatzes „Camp Elsenborn“
Jedes Jahr pilgern Naturfreunde von nah und fern am Frühlingsanfang in die Bachtäler an der Deutsch-Belgischen Grenze in der Eifel, um die Blüte der wilden Narzissen (Osterglocken) zu erleben. Zehntausende der gelben Blütenkelche recken sich dann ins Licht und sorgen im satten Grün der Wiesen für ein prächtiges Farbenmeer.
Während bei uns im Rheintal schon überall die Narzissen blühen, lässt die Blüte hier in der Hocheifel noch auf sich warten.
Ich drehe mit Doxi eine zwölf Kilometer lange Runde durch das Perlenbachtal und die angrenzenden Täler, doch von Narzissenblüte nirgendwo eine Spur.
Seinen Namen verdankt das Tal der Flussperlmuschel, die früher hier in großer Zahl heimisch war und allein den Herzögen von Jülich zustand. Heute gilt die Muschel als nahezu ausgestorben. Nur wenige Restbestände haben sich an einer Stelle erhalten, die ausschließlich Wissenschaftlern bekannt ist.
Wir laufen auf belgischer Seite durch ein Randgebiet des Truppenübungsplatzes „Camp Elsenborn“. An den Zugängen warnen Infotafeln, dass hier mit scharfer Munition geübt wird. Und es hängen die aktuellen Dienstpläne aus, wann geschossen wird und wann nicht.
Heute ist glücklicherweise ein Tag, an dem man das Gelände gefahrlos passieren kann. Denn gerade der Abschnitt des Perlenbachtals am Rand des Übungsplatzes ist landschaftlich besonders reizvoll. Und den möchte ich nur ungern verpassen.
Tatsächlich entdecke ich genau hier zum ersten und einzigen Mal auf dieser Wanderung doch noch einen kleinen Narzissenbestand, der kurz vor der Blüte steht – an einer windgeschützten Stelle in einem sonnendurchfluteten Südhang. Aber ansonsten: Fehlanzeige. Schließlich war es hier oben ja noch bis vor einer Woche bitterlich kalt und richtiger Winter, wie mir ein anderer Wanderer berichtet. Hätte ich vielleicht selbst drauf kommen können.
Müssen wir also wohl in einer oder zwei Wochen noch mal wiederkommen. Nur nicht vergessen, denn sonst bin ich wieder zu spät dran. So wie im letzten Jahr. Grummel …
- Das ist es, was wir suchen …
- nicht das …
- und auch nicht das!
- Infotafel an unserem Startpunkt am Gut Heistert bei Kalterherberg
- Blick in Richtung Perlenbachtal
- An der oberen Brücke über den Perlenbach
- Wanderkarte unserer Tour
- Wir wandern parallel zum Jägersief
- Schöne Landschaft an der Daverkaul
- Im Nationalpark Eifel werden an zahlreichen Stellen Buchen unter die bestehenden Kiefern gepflanzt, weil diese zukünftig durch nachwachsende Buchenbestände ersetzt werden sollen. So, wie der Wald früher war.
- Hübscher kleiner Waldsee
- Viele Seitenwege sind gesperrt – auch für Pilz- und Beerensammler
- Matthiaskreuz von 1775, gestiftet von einem Mitglied der Erkelenzer Sankt Matthias-Bruderschaft in Gedenken an deren Verstorbene
- Wir betreten den Rand des Truppenübungslplatzes. Unten links auf der Tafel hängt der aktuelle Dienstplan aus. Heute besteht keine Gefahr.
- Wir erreichen das obere Perlenbachtal auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes
- Der Perlenbach mäandert durch die Landschaft
- Bald weitet sich das Tal. Der Bach bildet hier die Grenze zwischen Deutschland und Belgien.
- Links queren Fußgänger den Perlenbach, rechts Armeefahrzeuge
- Der Perlenbach schwillt durch den Zufluss weiterer Bäche immer mehr an
- Die Falsformation „Bieley“ am oberen Rand des Perlenbachtals
- Hier hat eindeutig ein Biber einen Baum gefällt
- Musst du mich denn immer beim Saufen fotografieren? Das ist mir doch peinlich! Bääääh
- Da sind sie endlich, die ersten und einzigen sichtbaren Narzissen auf unserer Wanderung























