
Blick auf die gotische Hallenkirche St. Jakobi am Marktplatz von Sangerhausen mit dem Turm „der schiefe Jakob“
Von Kelbra fahre ich am Nachmittag nach Sangerhausen weiter und überquere damit die Landesgrenze von Thüringen nach Sachsen-Anhalt. Sangerhausen ist die Kreisstadt des Landkreises Mansfeld-Südharz und liegt am Ostrand der Goldenen Aue, dem fruchtbaren Tal zwischen Harz und Kyffhäuser,
Der Wichtigste Wirtschaftszweig war seit dem Mittelalter der Silber- und Kupfer-Bergbau. Noch heute erheben sich hinter der Stadt ein markanter Abraumhügel aus der Landschaft.
Wie ich von einem Einheimischen erfahre, handelt es sich bei dem kahlen, pyramidenförmiger Berg um die Spitzkegelhalde „Hohe Linde“, ein Relikt des Kupferschieferbergbaus in Sangerhausen.
Innerhalb von nur 35 Jahren entstand dieser rund 144 Meter hohe künstliche Berg aus dem unverwerteten Gestein des Thomas-Müntzer-Schachtes. Die Halde wiegt ca. 20 Millionen Tonnen und bedeckt eine Fläche von rund 13 Hektar. Daneben würde selbst die Cheopspyramide klein aussehen, wie man mir stolz berichtet.
Die Stadt verfügt über einen sehenswerten Altstadtkern rund um den Alten Markt. Nahe beieinander liegen die mittelalterlichen Kirchen St. Jakobi, Sankt Ulrici und die Marienkirche. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammen das Neue Schloss (heute Sitz des Amtsgerichts) und das Alte Rathaus.
Über das Stadtgrenzen hinaus bekannt ist Sangerhausen für das 1903 gegründete Rosarium, einem großzügigen Park mit der weltweit größten Rosensammlung. Leider hat der Park bereits geschlossen, als wir um kurz nach 18:00 vor den Toren stehen. Und, wie ein Blick über den Zaun offenbart, blüht auch noch nicht viel. Das kommt wohl erst in den nächsten Wochen …
- Karte unseres Stadtspaziergangs
- Hauptstraßenzug mit Rosenstöcken
- Blick auf den Marktplatz mit dem Alten Rathaus
- Haus auf der Hauptstraße
- Schiefer Turm der St.Jakobi-Kirche
- Innenraum der St. Jakobi-Kirche (Foto ErwinMeier | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 4.0 DE)
- St. Ulricii, die Ullrichkirche
- Das Neue Schloss, heute Sitz des Amtsgerichts
- Haus in Marktnähe
- Blick durch eine der engen mittelalterlichen Gassen
- Witzig dekorierter Stromkasten vor einem Haus
- Hauptsichtachse des Rosariums (Foto Frühstückbeistefanie | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)
- Blühende Rosen überall, dahinter die Abraumhalde „Hohe Linde“ (Foto Geolina163 | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 4.0 DE)
- Weithin sichtbar: die Abraumhalde „Hohe Linde“














