
Blick vom Kalvarienberg bei Alendorf
Mein erster, noch halb verschlafener Blick am Morgen gilt stets meinem Kalenderblatt auf bloxi.de. Was habe ich heute vor einem Jahr, vor fünf Jahren, vor zehn Jahren gemacht? Häufig bringen die Beiträge von damals schöne Erinnerungen zurück, manchmal auch melancholische oder inspirierende. So, wie heute.
Früh am Morgen starte ich eine 17 km-Runde von Ripsdorf hinunter ins Lampertstal, wo Bäche mitten in der Landschaft verschwinden, weil sie das ausgehöhlte Kalkgestein im Untergrund regelrecht verschluckt. Die Luft ist noch frisch, aber es verspricht ein wunderbarer Wandertag zu werden, mit Sonne und weißen Wolken vor blauem Grund.
Über ein Teilstück des Eifelsteigs führt mich der Weg zunächst nach Mirbach zur wunderschönen Erlöserkirche im neuromanischen Stil, erbaut 1902. Dort machen auch die Pilger aus meinem Heimatdorf regelmäßig Halt, wenn sie auf ihrem Vier-Tages-Marsch von Büttgen nach Trier sind.
Weiter geht es durch stille Waldabschnitte nach Alendorf, wo mich auf dem Kalvarienberg ein wunderbarer Fernblick in die Ahr-Eifel erwartet. Am Horizont sind der flache Aremberg und die Spitze der Hohen Acht am Nürburgring deutlich erkennbar.
Ein Hauch von Toskana liegt über der Landschaft. Nicht zuletzt wegen der vielen an Zypressen erinnernden Wacholderbäume auf den nur vereinzelt bewachsenen Kalk-Magerwiesen der Region. Mit schönen Ausblicken steige ich entlang des Waldrandes nach Waldorf hinab. Anschließend geht es über wenig begangene Wege parallel zum Bonnesbach ins Eichholzbachtal.
An der alten Ripsdorfer Mühle beginnt der Wiederaufstieg nach Ripsdorf, wo ich nach dreieinhalb Stunden wieder meinen Startpunkt an der Kirche St. Johann Baptist erreiche. Gerne würde ich noch ein wenig in der schönen Eifel-Toskana verweilen, doch ich muss zurück nach Hause, an meinen Schreibtisch. In vier Tagen ist Klausur …
- Wanderkarte der Tour
- Kirche St.-Johann-Baptist in Ripsdorf
- Noch ist die Landschaft ein wenig dunstig
- Abstieg ins Lamperstal
- Blühstreifen zwischen den Feldflächen
- Hallo ihr Pferdchen
- Im Lampertstal, wo die Bäche „untergehen“
- Kurz vor Mirbach
- Die Erlöserkirche in Mirbach
- Prächtiger Altarraum
- Weiden oberhalb des Lampertstals
- Zwischen Mirbach und Alendorf
- Klatschmohn am Wegesrand
- Gipfelkreuz auf dem Kreuzweg am Kalvarienberg
- Blick in die Eifel-Toskana vom Kalvarienberg bei Alendorf
- Friedhofskapelle St. Agatha Alendorf
- Schafweide oberhalb von Waldorf
- Abstieg nach Waldorf
- Am Rande der Bäche blüht immer irgendetwas
- Nach der Trockenheit des Sommes führen die Bäche wenig Wasser
- Die Schlehen sind reif
- Denkmalgeschützter Hof in Ripsdorf
- Aufkleber an meinem Start- und Zielpunkt
- Panorama-Schafblick oberhalb von Waldorf



























