
Ehemalige Tongruben im Grenzwald, die sich später mit Wasser gefüllt haben
Heute waren wir bei sonnig-kaltem Winterwetter im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet südlich von Venlo unterwegs. Der Grenzwald liegt im Westen von Kaldenkirchen und findet seinen Abschluss am Maas-Abhang, der hier die Landesgrenze bildet.
Das Gebiet gehört zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette und wird von nährstoffarmen Böden geprägt, die zumeist aus Sand bestehen. Im Wald befinden sich einige kleine Moor- und Sumpfgebiete (Langes Venn, Galgenvenn und Kempkes Venn), die die letzten ihrer Art am Niederrhein darstellen und unter Naturschutz stehen.
Im heißen Sommer 1947 brannte der Wald vollständig ab. Zurück blieb reiner Sandboden, der dem Wind eine große Angriffsfläche bot und schnell erodierte.
Es dauerte mehrere Jahre, bis mit der großflächigen Wiederaufforstung begonnen werden konnte. 1951 wurden 650.000 Kiefern gepflanzt.
Später kamen unter anderem auch Roteichen hinzu. Um die Waldbrandgefahr zu mindern, wurden Schutzschneisen in den Wald gebaut und Löschwasserteiche angelegt.
Heute zeigt der Grenzwald eine große Baumvielfalt. Unter den Beständen hat sich längst wieder eine neue Humusschicht gebildet. Der Wald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem u. a. der Premium-Wanderweg „Galgenvenn“ verläuft.
Wir laufen heute eine erweiterte Variante dieses Weges, der am Gasthaus „Galgenvenn“ beginnt. Zunächst passieren wir die schönen Heidemooren Sonsbeck-Venn und Langes Venn und erreichen bald die Abbruchkante der Maas, die schöne Blicke ins Tal bietet.
Auf niederländischer Seite geht es ein kurzes Stück durch Agrarlandschaft zu den renaturierten Tongruben des Naturschutzgebiets Holtmühle. Anschließend führt uns der Weg zum Heidegebiet Hühnerkamp und durch Waldalleen vorbei am Galgenvenn zurück zum Ausgangspunkt, den wir nach dreieinhalb Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen. Die Hände sind ein wenig durchgefroren, aber die Tour war echt toll.
- Wanderkarte unserer Tour
- Blick ins Galgenvenn
- Infotafel am Galgenvenn
- Totholz im Galgenvenn
- Heidelandschaft im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden
- Grenzstein. Links verläuft der Weg auf niederländischem Gebiet, rechts ist Deutschland.
- Infotafeln am Haus Maalbek
- Doxi an der Maaskante
- Ehemalige Kiesgrube an der Maaskante
- Blick von der Masskante hinüber auf Niederländisches Gebiet
- Ehemalige Sandgrube im Wald
- Hier sieht man: Unter der dünnen Humusschicht ist ganz viel Sand.
- Feuerschutzschneise im Kiefernwald
- Heidelichtung im Wald
- An einer der vielen Tongruben im Wald, die sich später mit Wasser gefüllt haben















