
Botschaft der Umweltaktivisten am Rande des Hambacher Tagebaus
Tagebau Hambach bei Elsdorf, 26.01.2019
Für die Umweltaktivisten im Westen von Nordrhein-Westfalen ist es die Nachricht des Tages: Der Hambacher Forst wird nicht gerodet. So zumindest empfiehlt es die Kohlekommission der Bundesregierung in ihrem Plan zur Beendigung der Braunkohleverstromung bis 2038.
[osm_map_v3 map_center="51.999,10.317" zoom="4" width="100%" post_markers="all" height="200" map_border="thin solid grey" mwz="true"][osm_map_v3 map_center="50.9310,6.5507" zoom="9" width="100%" post_markers="all" height="200" map_border="thin solid grey" mwz="true" control="fullscreen"]
Mich erreicht diese Nachricht just
auf dem Weg zur Sophienhöhe, der
Abraumhalde, die
aus dem Aushub des Hambacher Tagebaus in die Höhe gewachsen ist
. Sie liegt im Norden des riesigen Erdlochs, während sich der Hambacher Forst auf der gegenüberliegenden Seite am Südrand der Grube erstreckt.
Das Wetter ist winterlich trüb heute. In den letzten Tagen lag im Rheinland noch überall Schnee , doch über Nacht hat ein atlantisches Tief mit Plusgraden und viel Regen den Schnee dahinschmelzen lassen.
Mit Doxi starte ich meine Wanderung am früheren Standort der alten Höllermühle am Fuß der Sophienhöhe. Über gut begehbare Wanderwege steigen wir zur Höhe auf und laufen auf den Hambacher Tagebau zu.
Der größte Teil der Sophienhöhe ist bereits seit vielen Jahren rekultiviert. Der hohe Wuchs der dort angesiedelten Tannen und Laubbäume zeugt davon. Doch am Rande des Tagebaus wird nach wie vor Aushub aufgeschüttet, sodass die Höhe weiter in Richtung Süden wächst.

Blick in den Hambacher Tagebau
Diese Bereiche sind noch nicht rekultiviert. Schritt für Schritt wird die Landschaft unwirklicher und irgendwann geht es nicht mehr weiter. Hinweisschilder warnen eindringlich davor, die noch nicht verdichteten Bereiche aus frischen Aushub zu betreten. Zum unmittelbaren Rand des Tagebaus dringen wir dadurch nicht vor.
Auf dem Rückweg nach Hause machen wir deshalb mit dem Auto einen Abstecher zu einem der offiziellen Aussichtspunkte am Rande des Tagebaus. Von dort blicken wir tief in die Grube hinab, in der mehrere riesige Bagger mit dem Freilegen der Kohlenflöze und deren Abbau beschäftigt sind. Am rechten Rand der Grube erhebt sich die Sophienhöhe, auf der wir eben noch unterwegs waren. Am linken Rand blicken wir zum Hambacher Forst, der nun möglicherweise seiner Rodung entgehen wird. Das wäre doch wirklich schön!
-
-
Wanderkarte unserer Tour
-
-
Windräder und Feldflächen am Rande der Sophienhöhe
-
-
Wir starten am Standort der alten Höllermühle
-
-
Doxi beim Aufstieg zum Rand des Tagebaus
-
-
Hier hat jemand mitten in der rekultivierten Landschaft Weihnachtsdeko hinterlassen
-
-
„Bergsee“ auf halber Höhe
-
-
Blick am Rande der Höhe vorbei in die Ebene
-
-
Frischer Aushub aus dem Tagebau am Rande der Höhe
-
-
Panoramabild vom Rande der Höhe
-
-
Auf dem Weg zurück zu unserem Startpunkt
-
-
Blick in den Hambacher Tagebau
-
-
Am Südrand der Grube erstreckt sich am Horizont der Hambacher Forst
-
-
Panoramablick in den Hambacher Tagebau