Weil man aufgrund des großen Andrangs im Neuen Bauhausmuseum auch nach dem glücklichen Erwerb einer Karte noch mehrere Stunden auf den Einlass warten muss, kann man mit dem Ticket auch andere Museen in Weimar besuchen.
Ich nutze diese Gelegenheit, um mir neben der Bauhaus-Ausstellung auch die drei Ausstellungen im Neuen Museum Weimar anzuschauen. Außerdem entdecke ich bei meinem Stadtbummel interessante Kunstobjekte im öffentlichen Raum. Hier meine Impressionen zum Thema „Kunst in Weimar“.
Skulptur vor dem Neuen Museum
Die mechanische Bauhausbühne – Video in der Bauhaus-Ausstellung in Weimar
Wir sind noch immer in Weimar. Am späten Nachmittag mache ich mich mit Doxi zu einer Wanderung zum Schloss Belvedere oberhalb der Stadt auf.
Weimar ist reich gesegnet mit Parks und Grünanlagen und so gelingt es uns, die sechs Kilometer lange Strecke bis zum Schloss fast komplett durchs Grüne zu laufen.
Besonders eindrucksvoll ist der langgezogene „Park an der Ilm“, der am Rande der Altstadt beginnt und entlang der Ilm in südöstlicher Richtung aus der Stadt hinausführt.
Mitten im Park liegt Goethes früheres Gartenhaus, ein unverzichtbarer Besuchspunkt für alle, die auf Goethes Spuren in Weimar wandeln wollen.
Später geht es über die langgezogene Belvederer Allee, die von der Innenstadt in gerader Linie zur Anhöhe „Eichenleite“ mit dem Schloss Belvedere und seinem großzügigen Park führt.
Als wir uns der Eichenleite nähern, bin ich zunächst etwas irritiert. Denn unterhalb des Schlosses haben die Russen nach dem Zweiten Weltkrieg einen Friedhof für ihre gefallenen Soldaten angelegt. Inklusive rotem Stern und den Symbolen von Hammer und Sichel in schwerem Eisen. Und dieser Friedhof besteht bis heute.
Das Schloss und seine Nebengebäude erstrahlen mittlerweile wieder in altem Glanz und sind ein echtes Schmuckstück zeitgenössischer Barockarchitektur.
Das Anwesen ist eine üppig gestaltete Lustschlossanlage, die zu den schönsten Residenzen Thüringens zählt. Mitsamt des Parks gehört sie als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die barocke Schlossanlage wurde in den Jahren 1724 bis 1744 als Residenz für Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar erbaut. Als Vorbild diente das berühmte Schloss Belvedere in Wien.
Mir haben es vor allem die großzügigen Parkanlagen angetan. Ein wirklich wunderschöner Ort und eine sehr angenehme Wanderung bei herrlichem Frühlingswetter.
Karte unserer Tour zum Schloss
See im Weimarhallenpark in der Nähe unseres Womo-Stellplatzes
Die Ilm strömt durch den Park auf das Zentrum von Weimar zu
Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm
Die Villa Haar im Park an der Ilm
Ruine des 1945 durch einen Bombenangriff zerstörten Tempelherrenhauses
Hübsche Häuser am Ende des Parks an der Ilm
Blick über den Sowjetischen Soldatenfriedhof mit dem Schloss Belvedere im Hintergrund
Einen sowjetischen Soldatenfriedhof ohne roten Stern – den gibt es nicht
Frontseite des Schlosses Belvedere
Nebengebäude vor dem Schloss
Rückseite des Schlosses Belvedere
Blick zur Orangerie
Gebäude neben der Orangerie
Blick in den Park hinter dem Schloss Belvedere
Teich neben dem Schloss mit Blick zwischen den Bäumen hinunter nach Weimar
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Deutsches Nationaltheater Weimar mit Goethe- und Schiller-Denkmal
Weimar, 17. April 2019
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Stellplatz Hermann-Brill-Platz
Ort:
Weimar
Adresse:
Hermann-Brill-Platz
99423 Weimar
Preis pro Nacht:
10 € / Strom verfügbar
Zusatzinfo:
Abgeteiltes Areal auf einem apshalitierten Großparkplatz mit V/E. Innenstadt fußläufig erreichbar.
Vom Geisteltalsee bei Mücheln fahre ich am frühen Morgen weiter nach Weimar. Ich möchte unbedingt die Ausstellung zum hundertjährigen Bestehen des Bauhauses sehen, die in der letzten Woche eröffnet wurde.
Die Ausstellung öffnet ihre Pforten an diesem Morgen um 10 Uhr. Als ich zwanzig Minuten später am neu errichteten Museumsbau eintreffe, ist die Schlange an der Ticket-Kasse bereits 50 Meter lang.
Es dauert eine gute Stunde, bis ich ein Ticket erhalte, das zum Einlass drei Stunden später berechtigt. Also mache ich mich mit dem Fahrrad erst einmal zu einer Besichtigungstour durch Weimar auf.
Weimar liegt auf halbem Wege zwischen Erfurt im Westen und Jena im Osten. Es ist die viertgrößte Thüringens und vor allem für ihr reiches kulturelles Erbe bekannt.
Dazu gehören neben den Traditionen der Weimarer Klassik um Wieland, Goethe, Herder und Schiller auch das Bauhaus und die Nationalversammlung von 1919, von der sich der Name der „Weimarer Republik“ herleitet.
Bekannte Größen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft haben hier gelebt, geforscht und gewirkt, beispielsweise Lucas Cranach d. Ältere und der Jüngere, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Richard Strauss und Friedrich Nietzsche, um nur einige zu nennen.
Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar (und Dessau) wurden 1996, das „klassische Weimar“1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Weimar war seit 1547/52 Haupt- und Residenzstadt des Herzogtums Sachsen bzw. Sachsen-Weimar. Dies war der erste Staat in Deutschlands, der sich im Jahre 1816 eine Verfassung gab.
Bei so viel kultureller und historische Bedeutung verwundert es nicht, dass Weimar ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt ist. Die Stadt ist ganz schön voll, doch mit meinem Fahrrad komme ich überall gut hin. Es gibt viel zu entdecken und zu sehen. Eine wirklich schöne und inspirierende Stadt, finde ich.
Plan der Innenstadt von Weimar
Stadtkirche St. Peter und Paul, auch als Herderkirche bekannt
Das Alte Rathaus
Neptun-Brunnen vor dem Rathaus
Das Alte Schloss
Seitenansicht auf das Alte Schloss
Der Alte Marstall
Das Hauptstaatsarchiv am Beethovenplatz
Musäushaus neben dem Marstall, heute Albert-Schweitzer-Gedenkstätte
Reiterstandbild von Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Das Amtsgericht
Die Weimarhalle
Der Kesselturm am Goetheplatz
Eines von wenigen erhaltenen Fachwerkgebäuden in der Innenstadt
Prächtiges historisches Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum: Das Hansahaus am Wielandplatz
Hübscher Brunnen
Jugendstilffassade an einem Modegeschäft
Der See im Weimarhallenpark, links das neue Gebäude des Bauhaus-Museums
Blüte am Rand des Parks an der Ilm
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