
Das Stargarder Tor von Neubrandenburg, der südliche Zugang zur Altstadt, Feldseite
Unsere nächste Station ist Neubrandenburg, die drittgrößte Stadt von Mecklenburg-Vorpommern mit rund 65.000 Einwohnern.
Wir stehen mit dem Wohnmobil auf dem kostenlosen Großparkplatz am Sportzentrum in unmittelbarer Nähe zum Tollensee, zum Stadtpark und zum Stargarder Tor, dem südlichen Zugang zur historischen Altstadt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Neubrandenburg als Rothenburg des Nordens. Noch heute besitzt die Stadt Europas besterhaltene Stadtbefestigung aus der Epoche der Backsteingotik.
Wegen der markanten vier mittelalterlichen Stadttore trägt Neubrandenburg seit 2019 offiziell den Namenszusatz „Vier-Tore-Stadt“.
Auf rund 2,5 km Länge umschließt die mittelalterliche Stadtmauer mit bis zu sieben Meter Höhe das alte Stadtzentrum noch heute vollständig. Eingebettet in den fast kreisrunden Mauerring sind neben den spätgotischen Stadttoren aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, zahlreiche Wiekhäuser (Wachhäuser) und der Fangelturm.
Nachdem die Sowjetarmee die Altstadt am Ende des Zweiten Weltkriegs zu 80 % niedergebrannt hatte, wurde die Innenstadt in den 1950er Jahren durch die junge DDR vollständig neu aufgebaut. Das veränderte das Stadtbild grundlegend.
Prägend waren dabei lose an der barocken und klassizistischen Vorkriegsarchitektur der Stadt orientierte historisierende Neubauten, die als Sozialistischer Klassizismus bezeichnet werden und international Anerkennung fanden.
Zwar konnte die DDR diesen hohen städtebaulichen Anspruch bei späteren Neubauten aus den 1960er Jahren nicht mehr aufrechterhalten, dennoch ist so ein sehr interessantes und großzügig gestaltetes Stadtbild entstanden. Mir gefällt Neubrandenburg auf jeden Fall sehr gut, auch wegen des hohen Freizeitwerts durch den Tollensee und dessen Umgebung.
- Modell der Altstadt mit den historischen Stadttoren und der Nachkriegsbebauung nach der Brandschatzung durch die Sowjetarmee
- Alte Mühle vor dem Stargarder Tor
- Stargarder Tor, Stadtseite mit Adorantinnen
- Neues Tor, Feldseite
- Treptower Tor, Stadtseite
- Fangelturm, Feldseite
- Gemälde „Torturm II“ von Lionel Feininger, 1925
- Wiekhaus neben dem Neuen Tor
- Wiekhaus am Treptower Turm
- In einigen Abschnitten der Stadtmauer reihen sich die Wiekhäuser in kurzen Abständen aneinander
- Der ehemalige Marstall
- Das ehemalige Franziskaner Museum, heute als Museum genutzt
- Hauptkirche St. Marien, im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, heute eine Konzertkirche, Südansicht
- St. Marien, Ostansicht
- St. Johannis-Kirche des früheren Franziskanerklosters, Südansicht
- Skulptur an der Anlegestelle der Seeschiffahrt am Tollensee
- Stadthäuser aus der Biedermeierzeit
- Nachkriegsbebauung am Alten Markt
- Portal eines der nach dem Krieg errichteten Blöcke
- Villen außerhalb der Alttsadt in der Schweden- und der Parkstraße
- Erinnerung an ermordete Rotfrontkämpfer der Aufstände von 1924
- Skulptur im Stadtpark

































