Nach meinem Besuch der Autostadt wandere ich mit Doxi am Abend zum Schloss Wolfsburg. Die 1302 erstmals urkundlich erwähnte Wasserburg entwickelte sich aus einem Wohnturm an der Aller zu einer Burg mit Festungscharakter.
Im 17. Jahrhundert wurde sie zu einem repräsentativen, aber trotzdem wehrhaften Schloss im Stile der Weserrenaissance umgebaut.
Gründer und Erbauer war das Adelsgeschlecht derer von Bartensleben. Nach dem Aussterben ihrer Linie ging die Wolfsburg 1742 an die Grafen von der Schulenburg über.
Das Schloss stand Pate bei der Namensgebungder ab 1938 neu geschaffenen Stadt Wolfsburg. Das Areal rund um das Schloss wird heute als „Alt-Wolfsburg“ bezeichnet.
Im hübschen Schlosspark mit dem Namen „Fettwiesen“ sind einige sehenswerte Metallskulpturen ausgestellt. Wir laufen durch den Park und das angrenzende Wohngebiet zum „Neuen Teich“, der von einer riesigen Menge an Wildgänsen bevölkert wird.
Dahinter passieren wir den Wald am „Alten Teich“ und kommen in das Waldgebiet „Dachsbau“. Als wir am Waldrand das offene Feld erreichen und keine weiteren Waldflächen in Sichtweite sind, laufen wir auf dem gleichen Weg wieder zurück zu unserem Stellplatz an der Autostadt Wolfsburg.
Wanderkarte unserer Tour
Die Aller umfließt Schloss Wolfsburg
Frontseite des Schlosses mit Eingangsportal
Schlossportal
Seitenblick auf das Schloss
Gartenansicht des Schlosses
Das Heimatmuseum neben dem Schloss
Barockgarten vor dem Schloss
Reste des ehemaligen Wassergraben
Kunst im Schlosspark
Kirche St. Marien an der Schlssstraße neben dem Schloss
Zwei Türme mit Neuwagen, die auf ihre Abholung warten
Wolfsburg, 11. Juni 2019
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Stellplatz in der Autostadt
Ort:
Wolfsburg
Adresse:
Berliner Brücke
38440 Wolfsburg
Preis pro Nacht:
9 € / Strom verfügbar (Daten vom 13.06.2019)
Zusatzinfo:
Stellplatz für acht Wohnmobile auf Asphalt. Abgetrenntes Areal neben dem Parkplatz der Autostadt. Kurze Wege zur Autostadt. Innenstandt von Wolfsburg rund 2,5 km entfernt. Anmeldung und Zugang etwas umständlich. Strom und Wasser im Preis inbegriffen.
Als Wohnmobilfahrer bin ich natürlich ein Nutznießer moderner Mobilität, die ich als etwas ganz Wunderbares erlebe. Ein Autonarr bin ich jedoch nicht. Dafür sind mir Autos zu sehr Gebrauchsgegenstand.
Dennoch wollte ich mir unbedingt einmal die Autostadt von VW anschauen, in der es ganz wesentlich um die Verherrlichung des Automobils geht, insbesondere jener aus den Konzernmarken VW, Audi, Seat, Porsche und Lamborghini.
Das Gelände der Autostadt liegt vor dem Stammwerk von VW, mit den vier emblematischen Schloten des dazugehörigen Kraftwerks. Mich hat vor allem das Konzept und die Art der Präsentation interessiert und ich muss sagen, dieses ist wirklich sehr geschickt und nach meinem Empfinden auch gelungen.
Über das Gelände sind mehrere Ausstellungshallen und zwei gläserne Rundtürme verteilt, in denen Neufahrzeuge vor ihrer Abholung computergesteuert geparkt und bei Bedarf herausgefahren werden.
Die einzelnen Konzernmarken werden in separaten Pavillons präsentiert, deren Architektur und Design von der jeweiligen Marke inspiriert ist. Eingebettet ist das Ganze in eine schöne und ultragepflegte Naturkulisse aus leicht gewellten Rasenflächen, Bäumen und spiegelnden Wasserflächen. Wildgänse haben das Areal erobert und weiden sich auf dem Rasen. Ganz offenbar soll hier der Eindruck erweckt werden, Natur und Automobilität, dasgehe perfekt Hand in Hand.
Das Ganze ist super organisiert und durchgestylt. Überall wird man von freundlichen Service-Kräften begrüßt. Für Kinder gibt es eine große Spielhalle, Motorsport-Fans werden mit Rennsimulatoren verwöhnt und für Design-Fans gibt es eine große Ausstellung mit Ikonen der Automobilgeschichte, darunter vor allem Modelle, die nicht aus dem VW-Konzern stammen.
An vielen Stellen werden E-Modelle präsentiert und der Eindruck erweckt, die elektrische Zukunft des Automobils habe bereits begonnen, was zumindest für Deutschland ja definitiv nicht stimmt. Und auch vom Abgasskandal ist nirgendwo die Rede, dafür viel von Verantwortung und Umwelbewusstsein.
Das Ganze ist eben eine riesengroße Werbe- und Image-Veranstaltung, aber wie gesagt, sehr geschickt gemacht. Auch ich als Fan von Design, Architektur und Gartenkunst bin hier voll auf meine Kosten gekommen.
Blick auf das VW-Stammwerk
Die VW-Konzernhalle
Der Porsche-Pavillon
Der VW-Pavillon
Blick hinüber zum Skoda-Pavillon
Vorne der VW-Pavillon, dahinter der von Audi
Blick über die Wasserfläche zum Ritz-Carlton-Hotel
Hier werden Straßenbelege aus verschiedenen Jahrhunderten und Epochen erlebbar gemacht
Blick zu den Parktürmen
Einer der beiden Autotürme, in denen abholbereite Neufahrzeuge computergesteuert geparkt werden
Blick hinauf in den Autoturm
Hier wird ein Fahrzeug aus seiner Parkposition herausgeholt und anschließend automatisch in die Übergabehalle geschoben
Ein sich drehender „Garten-Tunnel“
Blick in den Gartentunnel
Kleiner Wasserfall vor der VW-Konzernhalle
Auf der anderen Seite des Mittellandkanals. Ein Gelände-Übungsparcour.
Wildgänse bevölkern das Areal
Blick vom Außengelände des Premium-Clubhauses auf das VW-Stammwerk
Auffahrt zur Präsentation der Fahrzeuge im Audi Pavillon durch einen Farbtunnel
Im Porsche Pavillon
Designklasser der Automobilgeschichte
Hier werden die Designer und ihre Kreationen gefeiert
Aufgeschnittenes Fahrzeug
Panoramaaufnahme mit dem Skoda-Pavillon und dem Ritz-Carlton-Hotel
Panoramaaufnahme vom Porsche-Pavillon und den Autotürmen
Mir war schon bekannt, dass Wolfsburg keinen historischen Kern besitzt, weil die Stadt erst 1938 von den Nazis als Sitz des Volkswagenwerks gegründet wurde. Heute ist sie mit rund 125.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Niedersachsens.
Bis Mai 1945 trug die Stadt den Namen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“. Die Siedlung war als Wohnort für die Mitarbeiter des Volkswagenwerkes konzipiert, in dem der KdF-Wagen – der spätere VW Käfer – produziert werden sollte. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Braunschweig, Magdeburg und Hannover.
Wie erwartet, hat die Innenstadt von Wolfsburg wenig Aufregendes zu bieten. Einige sehenswerte Gebäude und schöne Kunst im öffentlichen Raum entdecke ich dann aber doch, vor allem im Bereich des sogenannten Südkopfs, wo auch das Kunstmuseum von Wolfsburg angesiedelt ist.
Gemütlich mit dem Rad durch Wolfsburg
Rechts das Planetarium, links das Scharoun-Theater
Die VW-Arena gleich neben dem Werksgeläde von Volkswagen. Hier spielt der VFL Wolfsburg.
Skulptur von Tony Cragg am Kunstmuseum
Giraffe am Südkopf
Glockenturm an der Kreuzkapelle St. Christophorus
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