Die Lage ganz nah am Meer ist super. Infrastruktur und Platzpflege könnten besser sein. Erinnerte mich manchmal ein wenig an eine (übriggebliebene) Hippie-Kommune. Wer autark stehen kann, ist hier prima aufgehoben.
Tag 3Auf der Nordseite fünf Kilometer feinster weißer Sandstrand, auf der Südseite die malerische Natur des Nationalparks Vorpommerische Boddenlandschaft: Das ist das Ostseebad Zingst auf der gleichnamigen Halbinsel zwischen den Städten Rostock und Stralsund.
Und weil es hier so schön ist, ist an diesem sonnigen Sonntagnachmittag auch richtig was los. Zu viel für uns, weshalb wir nach einem ausgedehnten Spaziergang entlang des Boddens und des Ostseestrands weiterfahren. Nett, aber zu touristisch. Schnell weiter zur nächsten Station unserer kleinen Ostseetour.
Schöner Platz. Alles unkompliziert und gut organisiert. Duschen und Toiletten sehr sauber. Nicht weit in die Altstadt.
Tag 3Nachdem mich die Backsteingotik in Wismar so begeistert hatte, war ich schon auf Stralsund gespannt.
Um den großen Besucherströmen aus dem Weg zu gehen, sind wir ganz früh am Sonntagmorgen von Wismar nach Stralsund aufgebrochen, wo wir zunächst im Herzen der Altstadt auf dem Neuen Markt parken.
Bei unserem zweistündigen Spaziergang kommen uns viele schöne Motive vor die Kamera: Alte Bauten der Backsteingotik, imposante Kirchtürme, das mittelalterliche Rathaus mit seiner berühmten Fassade, aber auch das architektonisch moderne Ozeaneum am Hafen, sowie die Gorch Fock, die dort vor Anker liegt.
Eine wirklich wunderschöne Stadt. Vor allem, wenn noch nicht so viel los ist 🙂
Die Pfarrkirche des Dorfes Mecklenburg aus dem 14. Jahrhundert
Wismar, 28. Mai 2016
Tag 2Am Abend unternehme ich eine Radtour von Wismar in das nur wenige Kilometer entfernte Dorf Mecklenburg auf halber Strecke zwischen Wismar und dem Schweriner See.
In dem kleinen Dorf stand einst auf einem Hügel die Burg Mecklenburg, Namensgeberin für das Dorf und die gesamte Region, die heute zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gehört.
Auf dem ehemaligen Burghügel befindet sich heute ein Friedhof, der noch von Teilen des ursprünglichen Ringwalls umgeben ist. Wenige hundert Meter weiter steht mit der Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert eine der ältesten noch erhaltenen Kirchen der Ostseeregion.
Auf einem Hügel oberhalb des Dorfes erhebt sich die Holländerwindmühle, eine Rekonstruktion der alten mittelalterlichen Mühle, die hier einstmals stand. Wäre das Dorf nicht von zahlreichen DDR-typischen Plattenbauten durchsetzt, man würde sich hier gleich wie fünfhundert Jahren fühlen.
Karte der Fahrradtour zum Dorf Mecklenburg
Die alte Holländermühle
Infotafel im Dorf Mecklenburg
Wohnhaus neben der alten Pfarrkirche in historischer Bauweise
Abbild des historischen Ringwalls um die Burg Mecklenburg
Die „Wasserkunst“ am Marktplatz, das Wahrzeichen von Wismar
Wismar, 28. Mai 2016
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Wohnmobilpark Westhafen
Ort:
Wismar
Adresse:
Schiffbauerdamm 12
23966 Wismar
Preis pro Nacht:
10€ / Strom verfügbar (Daten vom 28.05.2016)
Zusatzinfo:
Großer, gut ausgestatteter Platz mit prima Lage in der Nähe des Hafens und der Altstadt. Stark frequentiert, von daher gar nicht einfach, dort ohne Anmeldung unterzukommen.
Tag 2Wir sind an der Ostseeküste angekommen. Unsere erste Station ist die Hansestadt Wismar.
Süßer kleiner, aber feiner Platz in geschichtsträchtiger Umgebung nahe der Elbe. Ruhig und friedlich. Hier kann man sich richtig wohl fühlen.
Tag 1Rüterberg ist ein kleines Dorf 5 Kilometer stromaufwärts von Dömitz, das im Jahr 1990, wenige Tage vor dem Ende der DDR, für Aufsehen sorgte.
In einem zuvor undenkbaren Akt der Rebellion hatten die Bürger eine Dofrepublik mit eigenen Gesetzen ausgerufen, um sich dem strengen Grenzregime der DDR zu widersetzen.
Bis dahin war der Ort über drei Jahrzehntewie eine Enklave innerhalb des Hoheitsgebiets der DDR behandelt worden.
Die Gemeinde direkt an der Elbe war auf allen Seiten umfasst vom DDR-Grenzzaun und für die Einwohner nur zugänglich mit Passierschein über eine einzige, von DDR-Grenztruppen kontrollierte Straße.
Dieser Zugang war nur zwischen 5:00 Uhr am Morgen und 22:00 am Abend geöffnet.
Besucher durften in dem Ort direkt am Fluss grundsätzlich nicht empfangen werden. So wollte die DDR mögliche Fluchtversuche von Einheimischen und Ortsfremden über die Elbe verhindern.
Noch heute sind im Dorf kleine Teile der ehemaligen DDR-Grenzbefestigung erhalten. Und wer einen Blick in die Gärten des Ortes wirft, dem begegnet an verschiedenen Stellen die kreative Verwendung der robusten ehemaligen Zaunelemente, sei es als Begrenzung einer kleinen Schafweide oder als eine Einfassung für die Sammlung von Brennholz.
Wanderkarte unserer Tour
Zwischen Dömitz und Rüterberg befindet sich ein Naturschutzgebiet mit Überflutungsflächen für die Elbe
Malerische Natur auf dem Weg nach Rüterberg
Das Wasser ist hier überall
Ein ehemaliger Wachturm der DDR-Grenztruppen in Rüterberg, heute als Wohnraum genutzt
Infotafel zur Dorfrepublik Rüterberg
Die Elbe ist nicht stark befahren. Selten kommt mal ein Schiff vorbei, so wie hier.
Ein ruhiger und naturverbundener Stellplatz, mit allem was man braucht. Wer einen Platz in der ersten Reihe erwischt, schaut direkt auf die Elbe. Gutes und gemütliches Restaurant direkt am Hafen.
Tag 1Wir sind auf dem Weg an die Ostsee. Auf Zweidrittel des Weges machen wir in Dömitz an der Elbe Station.
Hier, im Dreiländereck von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, bildete die Elbe vierzig Jahre lang die unüberwindbare Grenze zwischen der DDR und der BRD. Bereits der Zugang zum Fluss war normalen DDR-Bürgern komplett versperrt.
Wir stehen mit dem Wohnmobil auf dem Stellplatz an der Elde-Schleuse kurz vor dem Hafen von Dömitz. Die Elde, der längste Fluss in Mecklenburg-Vorpommern, mündet hier in die Elbe.
Auf der gegenüberliegenden, niedersächsischen Seite sind noch die Reste der alten Eisenbahnbrücke zu erkennen, die bis kurz vor Kriegsende 1945 die beiden Seiten des breiten Flusses verband.
Erst nach dem Ende der DDR entstand in den Jahren 1990/91 wenige Kilometer stromaufwärts wieder eine Brücke, über die heute die viel befahrene Bundesstraße 191 führt.
Ruhig geht es in Dömitz zu. Es gibt viele Kanäle, viele Schafe, viele alte Eichen und an dem Tag unseres Besuches wahnsinnige viele Blütenpollen von den Bäumen in der Luft. Fast hat es den Anschein, als würde es schneien. Ein kurioser Anblick.
Wanderkarte unserer Tour
Das Rathaus von Dömitz
Die Dorfkirche von Dömitz
Blick in den Hafen von Dömitz. Rechts noch ein alter Turm der DDR-Grenztruppen
Die Elde-Schleuse am Hafen von Dömitz
Doxi auf dem Elbdeich
Reste der alten Eisenbahnbrücke, die bis kurz vor Kriegsende die Beiden Seiten des Flusses verband
Bick stromaufwärts in Richtung der neuen Elbbrücke mit der Bundesstraße 191
Blick Stromabwärts
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