Tag 8Am Ende eines langen und aktiven Tages drehen wir mit Doxi noch eine Runde durch die Felder außerhalb von Hattem.
Wir laufen am Veluwschen Kanal entlang, umrunden den Wiessenbergschen Kolk, an dem Wildrinder weiden, und laufen durch das Zentrum von Hattem zurück zu unserem Stellplatz.
Eigentlich wollten wir dort noch essen gehen, doch keine Chance: Bei den gehobenen Restaurants sind an diesem Freitagabend alle Plätze reserviert, und nach Pommes mit Schnitzel am Marktplatz steht uns so gar nicht der Sinn. Da kochen wir uns lieber was Schönes im Wohnmobil.
Großer Stellplatz für 50 Fahrzeuge am Zwarte Water direkt neben historischen Zentrum. Komplett ausgestattet. Neues Sanitärgebäude.
Tag 7Unsere zweite Hansestadt in Mittelholland ist das kleine Hasselt, zwölf Kilometer nördlich von Zwolle. Die Stadt liegt am Fluss „Zwarte Water“, der über Zwolle bis ins Ijsselmeer führt.
Dadurch profitierte die Stadt früh vom Handel und war seit etwa 1350 Mitglied der deutschen Hanse. Im Achtzigjährigen Krieg, dem Unabhängigkeitskrieg der Niederlande, hatte Hasselt eine wichtige strategische Funktion und war intensiv befestigt.
Durch den Ort zieht sich eine Gracht, an der viele historische Häuser angesiedelt sind. Der Ort wird deshalb von der Tourismuswerbung gerne als „Klein Amsterdam“ verkauft, was jedoch etwas euphemistisch ist. Micro-Amsterdam wäre vielleicht treffender 🙂
Hasselt ist ein Wallfahrtsort, der jährlich an Fronleichnam tausende Menschen anzieht. Zu diesem Zweck wurde an der „Heiligen Stätte“ im Jahr 1933 eine neue Kirche errichtet.
Wir stehen mit dem Wohnmobil auf dem großen Stellplatz am Rande des Zentrums direkt am Zwarte Water. Wo sonst bis zur 50 Fahrzeuge stehen können, sind es heute gerade einmal fünf.
Bei unserem Besuch wird in Hasselt gerade eifrig gebaut und so müssen sich alle Fahrzeuge durch die enge historische Innenstadt quetschen – auch wir.
Leider passiert mir dabei ein folgenschweres Missgeschick: Ich will einem entgegenkommenden Transporter ausweichen und reiße mir auf der Beifahrerseite an der spitzen eisernen Kante der Laderampe eines geparkten LKW ein Stück weit die Seitenwand meines Wohnmobils auf. Wir können weiterfahren, aber das wird bestimmt eine ordentlich teure Reparatur. Voll doof!
Unsere Tour durch Hasselt
Bild der historischen Festung Hasselt
Grote of Sint Stephanus Kerk
Historisches Rathaus von Hasselt
Seitlicher Blick auf das historische Rathaus
Boote in der Stadsgracht
Hebebrücke an der Stadsgracht
Haus an der Schleuse zur Stadsgracht
Typische Architektur der Region
Haus von 1587
Herbstdeko an der Gracht
Dauerangler an der Stadsgracht
Haus von 1631
Neue Kirche für die jährlichen Wallfahrten am Fronleichnam
Infotafel an unserem Stellplatz
Denkmal für die Tjalk genannten Flachbodenschiffe, die typisch für die Region sind
Windmühle: Korenmolen de Zwaluw
Windmühle: Korenmolen de Zwaluw
Geducktes Reetdachhaus hinter dem Deich südlich von Hasselt
Annäherung an Hasselt aus Richtung Zwolle
Park-ähnliche Landschaft im Fechtgebiet südöstlich von Hasselt
Blick in das Naturschutzgebiet Uiterwaarden Zwarte Water en Vecht
Tag 7Kampen ist reich an prächtigen Bürgerhäusern aus den letzten zwei Jahrhunderten, die häufig mit schönen Haustüren ausgestattet sind. Hier meine Ausbeute eines dreistündigen Spaziergangs durch die Stadt an der Ijssel.
Blick von der Stadsbrug zur Ijsselkade mit dem Neuen Turm (Nieuwe Toren) im Hintergrund
Kampen, 23. September 2021
Tag 7Wir haben Friesland verlassen und wenden uns den Hansestädten an der Ijssel südlich des Isjelmeers zu. Unsere erste Station ist die 50.000-Einwohner-Stadt Kampen kurz vor der Mündung des Ijssel ins Ketelmeer.
Aufgrund seiner Lage erwuchs Kampen bereits im frühen Mittelalter zu einer wichtigen Hafen- und Handelsstadt. Heringe wurde von Kampen aus in die Rheingegenden, nach Westfalen, Flandern, Frankreich, England, Dänemark, Norwegen und zu den Ostseestaaten verschifft. Zu dieser Zeit war Kampen so groß wie Amsterdam.
Seit dem 15. Jahrhundert verlor Kampen an Bedeutung, nachdem sich Probleme mit dem Wasserstand der Ijssel ergeben hatten. Dafür erlebte die Tuchindustrie einen Boom. Später war Kampen für drei Jahrhunderte ein Zentrum der Zigarrenherstellung.
Den Wohlstand aus dieser Zeit sieht man der Stadt noch heute an: Mächtige Stadttore und Kirchen, gut erhaltene historische Gebäude wie das Rathaus und viele prächtige Bauten im Stil des Klassizismus prägen das Bild der Stadt.
Und freundliche Menschen hat es hier. Mehrmals werden wir unaufgefordert sehr nett angesprochen. Kein Wunder also, dass es uns hier ausnehmend gut gefällt.
Unsere Tour durch Kampen
Blick zum zur Ijsselkade mit dem Neuen Turm im Hintergrund
Schiffe an der Ijsselkade
Schiffe an der Ijsselkade
Museumsschiff an der Koggewerft
Das historische Zentrum von Kampen an der Ijssel
Öffentliche Bibliothek Kampen
Buitenkerk
Bezaubernder Hinterhof zwischen Herensmitsweg und Keizerstraat in Nähe der Ijsselkade
Feine Stellplätze auf Rasen direkt am Yachthafen, teilweise mit Blick auf das Heegermeer. Nahe am Ortszentrum von Heeg. Komplette Infrastruktur.
Tag 6Nachdem wir gestern drei Städte im südwestlichen Friesland besucht haben, haben wir heute mal etwas ruhigergemacht und einen entspannten Tag am großen Wassersportzentrum bei Heeg verbracht.
Heeg ist eine kleine Gemeinde südwestlich von Sneek, in der es gefühlt mindestens genau so viele Boote, Yachten und Schiffe wie Einwohner gibt.
Die Stadt liegt am zwölf Kilometer langen und zwei Kilometer breiten Heegermeer, der ein beliebtes Segel- und Wassersportrevier ist. Über den See und sich daran anschließende Kanäle kann man bequem das nahe Ijselmeer und darüber die Nordsee erreichen.
Im späten Mittelalter entwickelte sich in Heeg aufgrund seiner zentralen Lage und guter Wasser-Verbindungen mit anderen friesischen Städten ein reger Handel. In erster Linie wurde Aal mit dem In- und Ausland gehandelt. So wurde unter anderem Aal nach Antwerpen und ab 1731 nach London exportiert.
Uns fällt auf, wie ordentlich hier alles ist. Die Häuser und Gärten sind wohl gepflegt, dennoch wirken manche Straßenzüge etwas bieder. Aber unser Stellplatz am „Passantenhaven Heegerwal“ ist ein echter Hit.
Zunächst stehen wir direkt am Kai mit Blick auf die Yachten, abends stellen wir uns noch einmal um und blicken direkt auf das Heegermeer. Mit dieser Aussicht praktizieren wir auch Yoga, bevor eine knallrote Sonne über dem See untergeht. Wenig später erscheint der Vollmond und taucht den See in ein magisches Licht. So geht ein wunderbar entspannter Tag zu Ende.
Kleiner Ort mit ganz vielen Liegeplätzen
Im Passantenhaven Heegerwal
Blick vom Womo auf das Kai
Wir stehen mit dem Womo direkt am Wasser (ganz rechts im Bild)
Blick vom Strandbereich auf das Heegermeer
Doxi holt Stöckchen aus dem Schwimmbereich
Der Wind peitscht das Wasser im See auf
Blick in den Ort Heeger
Historisches Haus in Heeger
Sint Josefkerk
Typisch für die Region: Ein Flachbodenschiff im Kanal in der Ortsmitte
Ichthus-Kirche
Alles so gepflegt hier …
Zu Verkaufen: Prächtige Villa aus dem Jahr 1904 am Ortsrand
Wahrzeichen von Sneek: Das 1613 entstandene Wassertor.
Sneek (NL), 21. September 2021
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Camperplaats Aquanaut
Ort:
Sneek
Adresse:
Selfhelpweg 5
NL 8607 AB Sneek
Preis pro Nacht:
20 € / Strom verfügbar (Daten vom 21.09.2021)
Zusatzinfo:
7 Stellplätze an einem Yachthafen direkt bei den Schiffen. Fünf Gehminuten vom Zentrum entfernt und mit Blick auf die Kirche im Ortszentrum. Komplett ausgestattet. Feiner Platz.
Tag 5Heute sind wir ganz schön rumgekommen im Südwesten der niederländischen Provinz Friesland. Als letzte Station besuchen wir Sneek, das für sein in den Niederlanden einzigartiges Wassertor bekannt ist.
Wir stehen mit dem Wohnmobil am stadtnahen Yachthafen mit schönem Blick auf die Schiffe und die große Martinikerk. Im Licht der untergehenden Abendsonne unternehmen wir von dort einen ausgedehnten Rundgang durch das historische Zentrum.
Sneek gilt als die einzige friesische Stadt, die komplett ummauert war. Davon ist heute allerdings nur noch das Wassertor erhalten.
Sehenswert sind die vielen alten erhaltenen Häuser, darunter auch das im 18. Jahrhundert im Rokoko-Stil renovierte Rathaus.
Überregional bekannt wurde der Ort im Zweiten Weltkrieg durch die Blutnacht von Sneek, bei der vier Bürger als Vergeltung für die Ermordung eines Kollaborateurs durch Widerständler per Kopfschuss getötet wurden.
Das Perfide dabei: Die im Auftrag der deutschen Besatzer begangene Bluttat wurde vor allem von Niederländern ausgeführt, die auf der Seite der Nazis standen.
Unser Tour durch Sneek
Hebebrücke an der Prinsengracht
Markantes kleines Haus in der Balthuskade
St. Martinuskerk
Doopsgezinde Kerk
Skulptur am Kanal „Kleinzand“
Das um 1500 errichtete und im 18. Jahrhundert im Rokoko-Stil rennovierte Rathaus
Blick in die Marktstraat mit dem Rathaus (links)
Große Martinikerk
Gastronomie in der Marktstraat
Prächtige Häuser am Hafenbecken „De Kolk“
Blick vom Hafenbecken „De Kolk“ auf das Wassertor
Das in den Niederlanden einzigartige Wassertor von Snee
Seitlicher Blick auf das Wassertor mit Brücke über dem Kanal
Wasserturm von Sneek
Historisches Haus am Hoogend
Rotierender Brunnen „Fortuna’s Fontain“ am Hoogend
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