kostenlos / kein Strom verfügbar (Daten vom 22.06.2024)
Zusatzinfo:
Parkplatz auf dem Elbdeich mit tollem Blick auf die Elbe in einem Vorort von Winsen (Luhe). Keine Infrastruktur. Tagsüber etwas Verkehr, Nachts ruhig.
Tag 4Endlich habe ich mal einen Abend mit direktem Blick auf die Elbe verbracht. In dem kleinen Ort Laßrönne vor den Toren von Winsen gibt es einen Parkplatz oben auf dem Elbdeich entdeckt, wo wir niemanden stören.
Über die Straße hinweg geht der Blick aus dem Wohnmobil auf de Elbe, die hier auf ihrem Weg Richtung Hamburg einen Bogen schlägt. Drüben, am Nordufer der Flusses, befindet sich der südöstlichste Zipfel des Stadtstaates Hamburg.
Aufgrund von Schleusen stromaufwärts besitzt der Fluss hier bereits keine Tide mehr. Am Abend unternehme ich mit Doxi eine kleine Wanderung durch die Winsener Elbmarschen. Das Flussufer ist mit Wiesen und Baumgruppen bewachsen, dann folgt der Deich und dahinter das fruchtbare Winsener Marschland.
Besonders stark befahren ist die Elbe hier zumindest heute nicht. Ab und zu kommt ein Frachtschiff vorbei, dann ein Sportboot und schließlich ein Flusskreuzfahrtschiff aus der Schweiz. Die Landschaft und die Stimmung am Fluss im Sonnenuntergang sind absolut ruhig und lieblich. So hatte ich mir das vorgestellt.
Die Stadt befindet sich zwischen der Lüneburger Heide und dem Winsener Abschnitt der Elbmarschen am Fluss Luhe, rund 30 km östlich von Hamburg.
Die Luhe schuf die Voraussetzung für eine Besiedelung, weil sich die Region durch die mitgeführten Flusssedimente im Laufe der Zeit um einige Meter aus dem Elbtal hob. Durch diese Aufschüttung entstand ein idealer Naturhafen, der bei Hoch- und Niedrigwasser genutzt werden konnte.
Der Hafen war im Mittelalter vor allem für die Holz- und Getreideausfuhr von Bedeutung und trug wesentlich zum Aufstieg Winsens als Stadt bei. Zum Schutz des Hafens wurde bereits im 13. Jahrhundert eine Burg errichtet und in späterer Zeit zum Schloss ausgebaut. Heute beherbergt die Anlage das Amtsgericht von Winsen.
Das Schloss ist eingebettet in einen kleinen Park mit Teich und Wasserspiel. Gegenüber befindet sich der gut erhaltene Marstall, ursprünglich als Gebäude für die Pferde und Wagen einer fürstlichen Hofhaltung errichtet. In dem viergeschossigen Fachwerkbau sind heute u.a. die Stadtbücherei und das Heimatmuseum untergebracht.
Eigentlich wollte ich auf einem Großparkplatz am Rand der Winsener Altstadt die Nacht verbringen. Aber der Platz ist nicht wirklich einladend. Also mache ich mich nach unserer Stadtbesichtigung auf die Suche nach einer besseren Alternative und werde einige Kilometer außerhalb fündig …
So groß, dass man sie kaum aufs Bild bekommt: die Peking
Deutsches Hafenmuseum Hamburg, 20.06.24
Hier haben wir gestanden:
Stellplatz:
Wohnobilstellplatz Hamburg
Ort:
Hamburg OT Hammerbrook
Geo-Koordinate:
53.5433N, 10.0259E
Preis pro Nacht:
35 Eu / Strom verfügbar (Daten vom 21.06.2024)
Zusatzinfo:
Großer Stellplatz zwischen Hauptverkehrsstraßen und unter S-Bahntrasse, daher laut, aber alternativlos im Herzen von Hamburg. Strom, Dusche und V/E im Preis inklusive.
Tag 4Bevor wir Hamburg verlassen, habe ich noch eine ganz besondere Verabredung: Mit der Peking, einer 1911 in Dienst gestellten Viermast-Stahlbark, die zwischen Hamburg und Chile verkehrte und vor allem Salpeter transportierte.
Die Peking gehörte zu den berühmten Flying P-Linern der Reederei F. Laeisz und gilt als eines der schnellsten Segelfrachtschiffe, die je auf den Meeren verkehrt sind. Das Schiff liegt heute am Deutschen Hafenmuseum im Hamburger Hafen vor Anker.
Der Bund hat für die Errichtung und Ausstattung dieses neu gegründeten Museums rund 130 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon entfallen allein 28 Millionen auf den Ankauf und die vollständige Restauration der Peking.
Wir sind an diesem Morgen eine kleine Gruppe von drei Besuchern, die von einem altgedienten Seemann rund 90 Minuten durch das Schiff geführt werden.
Es ist wirklich faszinierend zu sehen, welch hohes Niveau der Schiffbau vor mehr als 100 Jahren erreicht hatte und wie ein solch großes Schiff komplett ohne Motoren nur mit Wind- und Muskelkraft über die Ozeane schipperte. Die technischen Daten sprechen für sich:
Genieteter Stahlrumpf mit einer Länge von 106 m
Raumtiefe: 8,08 m
Schiffsmasse 1.500 t, Ladung 4.775 t
Segelfläche: 4.100 m² verteilt auf 34 Segel
Masthöhe: 62 m über Kiel; 51 m über Deck
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h (schneller als jedes Dampfschiff seiner Zeit)
Maximale Neigung im Wind: 30 Grad
Besatzung: 31 Seeleute
Das Schwesterschiff der Peking ist die berühmte und baugleiche Passat, die heute als Museumsschiff in Lübeck-Travemünde liegt. Die beiden Schiffe haben 1911 jeweils 680.000 Reichsmark gekostet und diese Summe bereits nach den ersten beiden erfolgreichen Fahrten über den Atlantik wieder eingespielt. Daneben existieren heute nur noch elf weitere Viermaster, die an die stolze Geschichte dieser Seefahrtepoche erinnern.
Doch heute läuft das Vorrundenspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Ungarn und da gibt es ein gigantisches Public Viewung auf dem Heiligen-Geist-Feld neben dem Millerntor-Stadium in St. Pauli. Das möchte ich mir gerne ansehen.
Tatsächlich war ich in den vergangenen 15 Jahren bereits dreimal auf dem einzigen Womo-Stellplatz in Hamburg-Mitte im Stadtteil Hammerbrook.
Dass es hier zwischen zwei Hauptverkehrsstraßen und unter einer Hochtrasse der S-Bahn ziemlich laut ist, hatte ich noch in Erinnerung. Aber jetzt ist unmittelbar daneben auch noch eine Großbaustelle hinzubekommen. Brutal ist das.
Eigentlich wollte ich zwei Tage bleiben, aber bei dem Lärm reicht vielleicht auch einer. Mal sehen.
Romantischer Womo-Stellplatz im Stadtteil Hammerbrook
Fontäne auf der Binnenalster
Hamburger Rathaus
Mönckebergbrunnen
Historisches Hulbe-Haus in der Mönckebergstraße
Sankt Nikolai Mahnmal
Hauptkirche St. Michaelis, Nordansicht
Hauptkirche St. Michaelis, Südansicht
Bebauter Feldstraßen-Hochbunker neben dem Millerntor-Stadium
Elbphilharmonie
Fensterputzer an der Elbphilharmonie
Rennomierte Berufsschule für Spedition und Logistik
Handelskammer Hamburg
Museumsschiff Ricker Rickmers
Ansicht der Elbphilharmonie von den Landungsbrücken
Ansicht der Elbphilharmonie von den Landungsbrücken
kostenlos / Strom verfügbar (Daten vom 20.06.2024)
Zusatzinfo:
Ausgewiesene Stellplatz auf einem großen gepflasterten Parkplatz am Hafenbecken von Boizenburg. Nur wenige Schritte zur Innenstadt.
Tag 3Meine letzte Station in Mecklenburg-Vorpommern ist die westlichste Stadt des Landes: Boizenburg an der Elbe, rund 50 km östlich von Hamburg. Tatsächlich war ich auf dieser Reise schon einmal in Boitzenburg, aber mit T, und mehr als 150 km weiter östlich.
Aufgrund ihrer strategischen Lage war Boizenburg an der Elbe im Mittelalter ein wichtiges Bindeglied im Salzhandel zwischen Wismar und Lüneburg. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand hier eine bedeutende Fliesenmanufaktur, an deren Geschichte heute im „Ersten Deutschen Fliesenmuseum“ erinnert wird.
Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Boize in die Elbe und war im Mittelalter von einer ringförmigen Wallanlage umgeben. Der im 18. Jahrhundert abgetragene Wall ist auf ganzer Länge beidseitig von Wassergräben umschlossen.
Die vielen kleinen Fachwerkhäuser, die unmittelbar an den Wassergraben grenzen und das gesamte Stadtbild maßgeblich prägen, sind über 45 Brücken mit dem Wall verbunden. Das hat der Elbestadt auch den Namen „Klein Venedig des Nordens“ eingetragen.
Während der Teilung Deutschlands war Boizenburg eine isolierte Grenzstadt. Die Einwohner unterlagen starken Kontrollen der DDR-Behörden. Zum Einreisen in die Fünf-Kilometer-Sperrzone war ein Passierschein erfroderlich. Hafen- und Grenzbesichtigungen waren nicht gestattet. Entsprechend groß war die Erleichterung der Menschen, als 1989 die Mauer fiel. Für die Boizenburger waren es tatsächlich nur ein paar Schritte in den Westen.
10 Eu / kein Strom verfügbar (Daten vom 19.06.2024)
Zusatzinfo:
Großer Schotterparkplatz am See, teilweise unter Bäumen. Keine V/E.
Tag 2Wir beenden den Tag in der Gemeinde Zarrentin am Schaalsee. Der 24 km² große Schaalsee ist einer der tiefsten deutschen Seen und befindet sich auf der Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
In den Jahrzehnten der deutschen Teilung verlief die Staatsgrenze der DDR durch den See, weshalb der gesamte See für DDR-Bürger zum Sperrgebiet erklärt wurde. Einwohner der angrenzenden Ortschaften wurden teilweise in andere Städte und Gemeinden der DDR zwangsumgesiedelt.
Die Fauna und Flora im See konnte sich dadurch über viele Jahrzehnte weitgehend ungestört entwickeln. Zahlreich sind heute Hechte mit einer Länge von bis zu 90 Zentimetern, außerdem kapitale Flussbarsche, Karpfen, Schleien und Brassen.
Größter Ort der Region ist Zarrentin leicht oberhalb des Sees. Das um 1250 gegründete Zisterzienserinnenkloster verfiel zu DDR-Zeiten, wurde nach der Wiedervereinigung aber liebevoll restauriert und wird heute u.a. von der Stadtverwaltung genutzt. Von der ehemaligen Klosterkirche hat man einen tollen Blick auf den See.
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