
Das von Oscar Niemeyer errichtete Kulturzentrum, umgangssprachlich bekannt als „le volcan“
Jetzt bin ich so richtig am Wasser angekommen, in Le Havre an der Mündung der Seine – hier 5 km breit – in den Ärmelkanal. Leider ist heute ein absolut grauer und verregneter Tag, aber das gehört auf einer längeren Reise natürlich auch dazu.
Man übertrug diese Aufgabe dem Architekten Auguste Perret, der mit einem Team von 60 Architekten eine markante farbige Betonarchitektur entwickelte, die es neben Brasilia als einziges Stadtensemble des 20. Jahrhunderts auf die Liste des UNESCO-Welterbes gebracht hat.
Richtig amsprechend wirken die Bauten auf mich nicht, sondern ein wenig wie die DDR in ihren besten und tatsächlich gelungenen Wiederaufbauprojekten (z.B. in Neubrandenburg).
Aber man muss das Ganze natürlich vor dem Hintergrund seiner Zeit sehen: Die Mittel waren beschränkt, es musste schnell gehen und im Vergleich zum Überkommenen war das Neue im Hinblick auf Komfort, Geräumigkeit und Helligkeit der Wohnungen ein riesiger Fortschritt. Es wirkt nur ein wenig uniform.

Container-Skulptur an der Hafenpromenade
Tatsächlich war später auch einer der maßgeblichen Architekten von Brasilia an diesem Projekt beteiligt. In den 1970er Jahren wurde von Oscar Niemeyer ein Kulturzentrum errichtet, das in seiner bionischen Form an einen abgeschnittenen Vulkankegel erinnert. Bei den Einwohnern der Stadt ist es deshalb als „le volcan“ bekannt.
Weil der einzige offizielle Womo-Stellplatz von Le Havre weit außerhalb des Zentrums liegt, habe ich mir einen schönen kostenfreien Parkplatz im Hafengebiet gesucht. Keine 5 Fußminuten von der City entfernt, stehe ich direkt am Wasser.
Der Hafen von Le Havre ist der zweitgrößte in Frankreich (nach Marseille) und der fünftgrößte in Europa. Neben dem Containerumschlag spielt die Petrochemische Industrie eine wichtige Rolle. Am Rande des Hafens reihen sich kilometerweit große Ölspeicher aneinander.
Mein Blick aus dem Womo geht in den Fischerei- und Fährhafen zur „Normandie“, einem riesigen Fährschiff von Brittany Ferries, das regelmäßig die Strecke Southampton – Le Havre befährt. 160 Meter lang, 10 Stockwerke hoch und mit Platz für 600 Autos und mehr als 2000 Passagiere, macht der Pott ordentlich was her. Vor allem, wenn der Kapitän die Schiffssirene erklingen lässt – das brummt vielleicht.
- Blick aus dem Womo zur „Normandie“
- Wir stehen mitten im Hafen
- Die Reste vom heutigen Fang
- Häuser an der Hafenpromenade im Regen
- Container-Skulptur an der Hafenpromenade
- Hafenmeisterei
- Goldene Steine vor der Hafenausfahrt
- Kunstmuseum an der Hafenpromenade
- Yachthafen an der Promenade
- Rathaus der Stadt
- Flamingos auf dem Rathausplatz
- Kulturzentrum
- Beispiel für die von Auguste Perret geschaffene Architektur
- Die beim Wiederaufbau entstandene Kirche St.-Joseph
- Verkaufstsand in den Markthallen
- Denkmal für die Gefallenen beim Kampf um die Befreiung von Le Havre
- Brücke Francois Le Chevalier
- Blick von der Brücke Richtung Zentrum
- Das schmalste Häuschen der Stadt im Stadtpark
- Nur wenige historische Bauten im Zentrum sind erhalten geblieben
- Ehemaliges Universitätsgebäude
- Weidererrichtete Kirche Saint-Fracnois in Hafennähe
- Le Havre im Winter 1944/45 (Foto „My Father“ | http://commons.wikimedia.org | Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)























