
Weinstöcke und weite Blicke am Scheuelberg
Von Vaihingen fahren wir am Morgen in das 11 km entfernte Maulbronn weiter, um dort das berühmte ehemalige Zisterzienserkloster zu besuchen. Doch zuvor unternehme ich mit Doxi eine Wanderung durch die Wälder nördlich von Maulbronn.
Im Wald begegnen wir den Resten der Eppinger Linien, die ab 1695 unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden als „Landesdefensionslinie“ gegen französische Raubzüge im Pfälzischen Erbfolgekrieg errichtet wurden.
Das Bollwerk bestand aus einem etwa 40 Meter breiten Verhack, einem Verhau aus Ästen und Baumstämmen, dem ein etwa 2,5 Meter tiefer Graben folgte. Der Bodenaushub des Grabens wurde zu einem dahinterliegenden Wall aufgeschüttet. Gesichert wurde das rund 80 km lange Wall-Graben-System durch Wachtürme, sogenannten „Chartaques“.
Mit diesem Wissen kann man die Linien noch heute im Wald erahnen, ansonsten würde man sie einfach für einen natürlichen Graben oder Wasserablauf halten.
Hinter dem Scheuelberg laufen wir durch den schönen Wald Schartau und hinunter in den Ort Friedenstein, an dessen Nordflanke sich steile Weinberge erheben. Über den Ort Hohenklingen geht es dann erneut hinauf in den Wald und zurück zum Kloster, das wir nach 13 Wanderkilometern und gut drei Stunden wieder erreichen.
- Wanderkarte unserer Tour
- Wir starten am Kloster
- Mächtige Klostermauern
- Klosterweinberg
- Blick auf das Kloster beim Aufstieg
- Apfelbäume oberhalb des Klosterbergs
- Wanderweg entlang der Eppinger Linien
- Infotafel am Graben im Wald
- Reste des Grabensystems
- Blick vom Scheuelberg
- Ortszentrum Friedenstein
- Hübsches Fachwerk in Friedenstein
- Fachwerk, das auf seine Renovierung wartet
- Riesenweinfass an einer Kelterei
- Hübscher Weiher in Hohenklingen
- Kapelle in Hohenklingen
- Herrliches Licht im Wald
- „Sudentenbrünnerle“ im Wald
- Prächtige alte Villa in Klosternähe
- Dei ersten Weinblätter färben sich
- Panoramablick vom Scheuelberg





















