
Doxi hinter dem Grenzuaun
Rüterberg ist ein kleines Dorf 5 Kilometer stromaufwärts von Dömitz, das im Jahr 1990, wenige Tage vor dem Ende der DDR, für Aufsehen sorgte.
In einem zuvor undenkbaren Akt der Rebellion hatten die Bürger eine Dofrepublik mit eigenen Gesetzen ausgerufen, um sich dem strengen Grenzregime der DDR zu widersetzen.
Die Gemeinde direkt an der Elbe war auf allen Seiten umfasst vom DDR-Grenzzaun und für die Einwohner nur zugänglich mit Passierschein über eine einzige, von DDR-Grenztruppen kontrollierte Straße.
Dieser Zugang war nur zwischen 5:00 Uhr am Morgen und 22:00 am Abend geöffnet.
Besucher durften in dem Ort direkt am Fluss grundsätzlich nicht empfangen werden. So wollte die DDR mögliche Fluchtversuche von Einheimischen und Ortsfremden über die Elbe verhindern.
Noch heute sind im Dorf kleine Teile der ehemaligen DDR-Grenzbefestigung erhalten. Und wer einen Blick in die Gärten des Ortes wirft, dem begegnet an verschiedenen Stellen die kreative Verwendung der robusten ehemaligen Zaunelemente, sei es als Begrenzung einer kleinen Schafweide oder als eine Einfassung für die Sammlung von Brennholz.
- Wanderkarte unserer Tour
- Zwischen Dömitz und Rüterberg befindet sich ein Naturschutzgebiet mit Überflutungsflächen für die Elbe
- Malerische Natur auf dem Weg nach Rüterberg
- Das Wasser ist hier überall
- Ein ehemaliger Wachturm der DDR-Grenztruppen in Rüterberg, heute als Wohnraum genutzt
- Infotafel zur Dorfrepublik Rüterberg
- Die Elbe ist nicht stark befahren. Selten kommt mal ein Schiff vorbei, so wie hier.








