
Blick vom Burgberg hinunter nach Bad Harzburg
Jetzt sind wir wirklich im Harz angekommen. Wir stehen mit dem Womo auf dem großen Wohnmobil-Stellplatz neben der Sole-Therme in Bad Harzburg.
Der Ort im Landkreis Goslar blickt auf eine lange Tradition als Heilbad zurück und lebt vor allem vom Tourismus. Im 19. Jahrhundert erlangte die Stadt den Status eines „Weltbades“, nachdem sie als eine der ersten Städte in Deutschland Anschluss an eine staatliche Eisenbahn gefunden hatte.
Bad Harzburg liegt unmittelbar an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und damit an der ehemaligen Deutsch-deutschen-Grenze. Unmittelbar nach dem Mauerfall am 12. November 1989 kamen mehr als 300.000 Menschen aus der DDR in die kleine Stadt, um die neue Reisefreiheit zu feiern.
Ich habe mir für den Nachmittag eine vielversprechende Wanderung auf dem Kaiserweg rund um Bad Harzburg vorgenommen. Zunächst geht es hinauf auf den großen Burgberg gleich neben dem Kurpark. Von der Spitze hat man einen tollen Blick auf die Stadt und auf das Harzvorland.
Auf dem erreichten Höhenniveau geht es auf gut ausgebauten Wanderwegen bis zum Molkenhaus, einem idyllischen Ausflugslokal mit großem Biergarten, das zurzeit allerdings geschlossen ist. Immer wieder erhaschen wir unterwegs Blicke hinüber zum Brocken, der nur wenige Kilometer entfernt ist.
Weiter geht es auf Kaisers Spuren zum Grenzweg, wo wir auf die Eckertalsperre unterhalb des Brockens hinabblicken. Nach dem schönen Abstieg durch das Radautal kommen wir an einer Schwefelquelle vorbei. Ich probiere das Wasser und es schmeckt tatsächlich stark nach Schwefel.
Auf dem Philosophenweg wandern wir schließlich zurück in Richtung Bad Harzburg und blicken dabei in den großen Gabbro-Steinbruch, der eine massive Bergflanke offengelegt hat. Unter ohrenbetäubendem Getöse werden die großen Steinbrocken zermahlen und anschließend auf riesige Kipplaster verfüllt.
Nach knapp fünf Stunden, 19 Wanderkilometern und 650 Höhenmetern erreichen wir schließlich wieder das Wohnmobil. Das war tatsächlich eine kaiserlich schöne Wanderung und ein vielversprechender Auftakt für weitere Touren in der Region.
- Wanderkarte unserer Tour
- Die Kurverwaltung in einem typischen Gebäude aus der Bäderzeit im 19. Jahrhundert
- Vom Kurpark fährt eine Bergbahn hinauf zum großen Burgberg – wir gehen natürlich zur Fuß hinauf
- Auf gut ausgebauten Wanderwegen geht es hinauf zum großen Burgberg
- Blick beim Aufstieg auf den großen Burgberg hinunter zu unserem Womo-Stellplatz neben der Sole-Therme
- Blick beim Aufstieg auf den großen Burgberg in den Harz
- Siegessäule oben auf dem großen Burgberg
- Blick vom großen Burgberg hinunter ins Harzvorland
- Wir erreichen den Kaiserweg
- Blick hinunter zur Eckertalsperre, rechts der Brocken
- Das Molkenhaus mitten im Wald – leider verwaist
- See neben dem Molkenhaus
- Die Radau im Radautal
- Blick in den Gabbro-Steinbruch
- Panoramabild vom Grenzweg















