
Prächtige Fachwerkbauten am Moritzberg. Links das Wernersche Haus von 1606.
Puh, für heute habe ich mir vorgenommen, mal etwas langsamer zu machen. Nachdem wir auf unserer Tour durch Niedersachsen in den letzten Tag teilweise dreimal täglich den Standort gewechselt haben, bleiben wir jetzt mal 24 Stunden in einer Stadt: in Hildesheim.
Hildesheim wurde einst wegen seiner vielen Fachwerkhäuser in der Innenstadt als das „Nürnberg des Nordens“ gepriesen – bis in der Endphase des Zweiten Weltkriegs die englischen und US-amerikanischen Bomber kamen und rund 80 % der Innenstadt zerstörten. Aber auch, was heute noch steht, ist absolut sehenswert. Davon kann ich mich auf einem dreistündigen Spaziergang mit Doxi durch die Innenstadt überzeugen.
Hildesheim liegt rund 30 km südöstlich der Landeshauptstadt Hannover am Fluß Innerste und hat heute mehr als 100.000 Einwohner. Im frühen Mittelalter bestand Hildesheim lange aus drei separaten Siedlungen mit jeweils eigenem Rat. Unmittelbar neben der Altstadt entstanden 1196 die bischöfliche Dammstadt und wenig später die dompröpstliche Neustadt. Beides waren im Gegensatz zur Altstadt planmäßige Gründungen, deren Regelmäßigkeit man noch heute im Straßenbild erkennen kann.

Schmales Häuschen: Der „Umgestülpte Zuckerhut“ am Andreasplatz
Nach jahrhundertelangen – teilweise sogar bewaffneten – Streitigkeiten wurde erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts eine Union geschaffen und in der Folge die Mauer zwischen den Siedlungen niedergelegt. Endgültig zu einer Stadt vereinigt wurden Alt- und Neustadt aber erst 1806 unter preußischer Herrschaft.
Diese Entwicklungsgeschichte ist der Grund, warum es im heutigen Hildesheim mehrere historisch bedeutsame Kirchenbauten gibt. So zählen die beiden Kirchen Dom St. Mariä Himmelfahrt und St. Michaelis zu den bedeutendsten Bauwerken der Vorromanik und sind seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe.
Obwohl die erhaltenen historischen Bauten nur kleine Inseln zwischen vielen relativ langweiligen Nachkriegsbauten darstellen, gefällt mir Hildesheim sehr gut. Viel Grün, viel Wasser, eine gute städtische Infrastruktur und dabei doch nicht zu groß. Hier kommen wir bestimmt in Zukunft wieder einmal hin, wenn wir in Norddeutschland unterwegs sind.
- Karte unserer Stadtwanderung
- Die Innerste in der Nähe unseres Stellplatzes am Hohnsensee
- Modern-historische Bebauung an der alten Bischöflichen Wassermühle an der Innerste
- Rückseite der St.-Godehard-Basilika
- Die St.-Godehard-Basilika
- Gedenkstein am Standort der von den Nazis zestörten jüdischen Synagoge am Lappenberg
- Das Waffenschmiedehaus vo 1548
- Schmale Altstadtgasse am Kehrwiederturm
- Historische Häuser in der Straße Hinterer Brühl
- Hitorische Häuser in der Knollenstraße
- Holzschnitztafeln als Verzierung am Wernerschen Haus
- Prächtig verzierter Erker in der
- Viele Altstadthäuser sind mit Rosen bewachsen
- Historische Häuser in der Straße Hinterer Brühl
- Die St.-Andreas-Kirche mit dem höchsten Kirchturm Niedersachsens
- Die historisch erhaltene Keßlerstraße
- Prächtiges mittelalterliches Herrenhaus an der Keßlerstraße
- Häuser in der Keßlerstraße
- Häuser in der Keßlerstraße
- Das heutige Niedersäschsiche Landesinstitut für schulische Qualitätsenwicklung an der Keßlerstraße
- Portal der bischöflichen Residenz
- Der Seelilien-Brunnen hinter dem Rathaus
- Das Hildesheimer Rathaus mit Rolandbrunnen
- Links das 1350 errichtete Tempelhaus, rechts das Wedekindhaus von 1598
- Das 1598 am Marktplatz errichtete Wedekindhaus des Kaufmanns Hans Storre
- Das Knochenhaueramtshaus von 1529, ehemaliges Gildehaus der Fleischer am Markt
- Fassadendetails am Knochenhaueramrshaus
- Prächtige Villen oberhalb des Ernst-Ehrlicher-Parks
- Prächtige Villa aus der Gründerzeit
- Panoramabild vom Marktplatz mit Marktplatz mit Rathaus, Tempelhaus, Wedekindhaus, Lüntzelhaus, Bäckeramtshaus

































