
Auf schmalen Holzstegen geht es durch die feuchte Moorlandschaft des Venns
Anfang November, und im Hohen Venn südlich von Aachen an der Deutsch-Belgischen-Grenze zeigt das Thermometer zur Mittagszeit 18 Grad an. Wahnsinn! Nur die Gelbfärbung des Venngras und der Rotstich in den Heidesträuchern verrät, dass es Herbst ist und nicht etwa Frühling.
Dann geht es auf Holzstegen durch das Nahtsief, eines der zahlreichen Feuchtmoore, die sich in dieser Region mit Waldgebieten abwechseln. Die Stege sind teilweise rutschig und geben auch schon einmal ein wenig nach. Ein Teilstück ist komplett gesperrt, weil der Steg tief in den feuchten Boden eingesunken ist.

Hier wurde 1935 ein Schmuggler von einem belgischen Zöllner erschossen
Die Landschaft wird von offenen Flächen mit Venngras und Heidesträuchern bestimmt, dazwischen immer wieder Birken und andere Laubbäume. An einigen Stellen ist die offene Fläche gezielt abgebrannt worden, um die weitere Ausbreitung von Bäumen zu unterdrücken.
In der Region wurde zwischen den beiden Weltkriegen sehr viel geschmuggelt – Kaffee, Tee und weitere Waren in kleinen Mengen auf dem Rücken der Schmuggler von Belgien ins Deutsche Reich. Wir passieren einen ausgewiesenen Schmugglerpfad und ein Holzkreuz, das an einen 1935 von belgischen Zöllnern erschossenen Schmuggler erinnert.
Mehr als zwei Jahre ist es her, dass wir zuletzt in diesem Bereich des Hohen Venn unterwegs waren. Damals, im Januar, lag noch richtig viel Schnee. Schön ist das, diese Landschaft heute einmal im Herbst zu erleben. Da wirkt sie ganz anders als im tiefen Winter.
- Wir beginnen unsere Wanderung am Haltepunkt Konzen der ehemaligen Vennbahn
- Auf dem Kaiser-Karl-Weg geht es zunächst in den Wald hinter dem Hatzevenn
- Wir passieren einen alten Schmugglerweg
- Die Buchen färben den Wald gelb ein
- Eifelblick-Sitzplatz am Berg Steling
- Hier geht der Wald ins Venn über
- Im Nahtsief kann man sich nur noch auf Holzstegen durch die feuchte Vennlandschaft bewegen
- Mitten im Nahtsief
- Hinter dem Nahtsief geht es auf bequemen Asphaltwegen zurück in Richtung Konzen
- Endlich hat Doxi einen Bach entdeckt
- Hier entspringt die Belgische Weser aus mehreren Quellen
- Mit Buchen umsäumte Weideflächen am ‚“Err Scheed“
- Panoramabild aus dem östlichen Teil des Nahtsief
- Panoramabild aus dem westlichen Teil des Nahtsief

















