
Das Berliner Tor, das einzige erhaltene von ehemals vier prächtigen Stadttoren
Nach unserer Wanderung bei Voerde fahren wir weiter in das nur zehn Kilometer entfernte Wesel am Rhein. Wir wollen uns die Innenstadt anschauen, doch da gibt es nicht viel zu entdecken, wie wir schnell feststellen.
Von der ab 1861 durch die Preußen eingerichteten Festung sind lediglich Teile der zwischen 1688 und 1722 errichtete Zitadelle Wesel und das Berliner Tor erhalten geblieben. Die anderen drei prächtigen Stadttore wurden bereits 1886 nach der Entfestigung Wesels abgerissen.
Auch das historische Rathaus mit seiner prächtigen gotischen Fassade ist lediglich eine Rekonstruktion von 2011. Es steht am Marktplatz neben dem evangelischen Willibrordi-Dom, der von 1498 bis 1540 als spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen erbaut wurde. Auch der Dom wurde im Krieg erheblich zerstört. Obwohl der Wiederaufbau bereits 1948 begann, wurde er erst in den 1990er Jahren komplett abgeschlossen.
Was uns in der Stadt auffällt: Überall stehen Esel herum. Keine echten, aber lebensgroße, zumeist bunt bemalte Plastiken. Dies geht auf einen bekannten Merksatz aus dem 19. Jahrhundert zurück: „Wie heißt der Bürgermeister von Wesel? Esel.“ So wurde der Esel zum Symboltier der Stadt. Immerhin ein kleiner bunter Lichtblick zwischen der ansonsten doch recht trostlosen Nachkriegsarchitektur im Stadtzentrum.
- Wesel am Ende des Zweiten Weltkriegs
- Rathaus mit gotischer Fassade
- Das Haupttor der Zitadelle Wesel vom zentralen Waffenplatz aus gesehen
- Gebäude der Zitadelle
- Rückseitiger Blick auf das Haupttor der Zitadelle
- Festungsgraben an der Zitadelle Wesel
- Fast jedes Geschäft in der Haupteinkaufsstraße schmückt sich mit einem buntbemalten Esel
- Willibrordi-Dom, Ansicht von Westen
- Blick in das Kirchenschiff des Willibrordi-Dom
- Brautportal am Willbrordi-Dom
- Gedenkmal für die zerstörte Synagoge neben dem Willibrordi-Dom
- Das 1729 errichtete Lutherhaus, die ehemalige Kirche der Lutherischen Gemeinde
- Seitlicher Blick auf ds Berliner Tor
- Im Hintergrund der 1968 errichtete Sender Wesel














