
Kirchenfenster in der Gedenkstätte mit Häftlingsnummer und dem roten Winkel für politische Gefangene
Nach der schönen Wanderung durch das Waldnaabtal hat mich ein Hinweisschild auf der Autobahn zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg geführt.
Es ist lange her, dass ich das KZ Dachau bei München und später Buchenwald bei Erfurt besucht habe. Doch der Schrecken über das Elend und die Menschenverachtung der Nazis ist mir noch präsent.
Von den ehemaligen Häftlingsbaracken stehen nur noch weiß gestrichene Fundamente und der Steinbruch am Ende des Lagers, in dem Tausende zu Tode kamen, wirkt fast parkartig.
Außerdem reicht die heutige Wohnbebauung unmittelbar an das Lagergelände heran und ist von diesem nicht durch Bauelemente getrennt.
Doch die Dauerausstellung im ehemaligen Waschhaus des Lagers hat es in sich. Hier wird der ganze Horror der Nazi-Diktatur lebendig: Flossenbürg war von Anfang an als ein Konzentrationslager zur Ausbeutung von Zwangsarbeitern, als ein Lager zur „Vernichtung durch Arbeit“ geplant.
Der Terror richtete sich nicht mehr nur gegen politische Gegner, sondern auch gegen gesellschaftliche Randgruppen von Homosexuellen bis zu den Zeugen Jehovas.
Mehr als einhunderttausend Menschen sind durch diese Hölle gegangen, wurden zu einer Nummer degradiert, ausgebeutet, ausgehungert, erniedrigt und umgebracht. Es war die Generation unserer Großväter, die das verschuldet und verursacht hat. Man kann es nicht begreifen und man darf es nicht vergessen. Scheiß Nazis!
- Die SS-Kommandantur am Lagereingang
- Vorne der Bereich der SS, dahinter die Häftlingsbaracken, dahinter der Steinbruch
- Kennzeichnung der Häftlinge durch farbige Wimpel an der Lagerkleidung
- Duschsaal für die Neuankömmlinge
- Die ehemalige Küche
- Reste des ehemaligen Steinbruchs im so genannten „Tal des Todes“ mit Gedenkanlagen
- Historische Aufnahme des Steinbruchs hinter dem Lager
- Wachtürme der SS
- Die jüdische Erinnerungsstätte
- Im Inneren der jüdischen Erinnerungsstätte
- Entmenschlichung der Häftlinge bei der Aufnahme in das KZ











