
Alte Abtei und Basilika St. Marcellinus und Petrus (Einhards-Basilika), Ansicht aus dem Konventgarten von Südosten
Die nicht nur räumlich größte Sehenswürdigkeit von Seligenstadt ist das ehemalige Kloster, das dem Idealmodell eines Benediktinerklosters nach dem Klosterplan von Sankt Gallen entspricht. Es liegt am Rande der Altstadt direkt am Main innerhalb der befestigten Stadtmauern.
In Rom erwarb Einhard Reliquien der frühchristlichen Märtyrer Marcellinus und Petrus, die er nach Obermulinheim überführte. Ihnen ist die heute als Einhard Basilika bekannte Klosterkirche gewidmet.
Um den Heiligenkult zu institutionalisieren und die Pilger zu betreuen, setzte Einhard einen Konvent aus Geistlichen ein.
Mit den wachsenden Pilgerströmen und überregionaler Bekanntheit wurde aus „Obermulinheim“ nach und nach „Seligenstadt“.
Das Kloster Seligenstadt wuchs zu einem wirtschaftlichen und politischen Zentrum und erwarb umfangreichen Besitz. Die Abtei erhielt zahlreiche Schenkungen in Orten beiderseits des Mains, stand aber lange in rechtlicher und wirtschaftlicher Konkurrenz zur Stadt.
In der Reformationszeit wurde die Abtei 1525 im Bauernkrieg durch die Stadtbürger angegriffen und geplündert. Plünderungen wiederholten sich auch im Dreißigjährigen Krieg.
Erst ab dem Ende des 17. Jahrhunderts erlebte das Kloster eine neue Blüte. Die Anlage wurde in barocken Formen erneuert und prächtig ausgestaltet. Doch 1802 wurde das Kloster säkularisiert und die religiösen Einrichtungen aufgelöst. Heute gehört die prächtige Anlage dem Land Hessen und ist öffentlich zugänglich.
- Einhards-Basilika und Prälatur
- Frontseite der Einhards-Basilika
- Kirchenschiff der Einhards-Basilika
- Chorraum der Einhards-Basilika
- Innenhof des Klosters
- Taubenschlag im Innenhof des Klosters
- Ehemalige Scheine im Innenhof des Klosters
- Klostermühle mit Mühlrad
- Prälatur
- Alte Abtei, heute Landschaftsmuseum Seligenstadt
- Blühgarten mit Statue „Maria Immaculata“ im Innenhof
- Apotheker Kräutergarten vor der Alten Abtei
- Konventgarten
- Einhardstatue an der Klostermauer im Konventgarten
- Spalierobst an der Klostermauwer
- Panoramabild vom Innenhof, linker Teil
- Panoramabild vom Innenhof, rechter Teil

















