
An der Graslei hinter dem Kornmarkt und der Alten Post legen die Ausflugsschiffe für Grachtenfahrten ab
Huch, ist das noch dunkel. Der erste Sonntag im November beginnt für uns schon vor dem Sonnenaufgang. Wir wollen ins belgische Gent, rund 250 Kilometer von Büttgen entfernt. Auf den Autobahnen ist um diese Uhrzeit kaum Verkehr. Wir fahren über Maastricht, Genk, Brüssel, und sind nach rund zweieinhalb Stunden am Ziel.
Bis etwa 1550 war sie die größte Stadt der Niederlande. Noch größer war außerhalb Italiens lediglich Paris. Viele prächtige Bauten zeugen noch heute vom Reichtum dieser Epoche.
Im sechzehnten Jahrhundert spielte Gent eine wichtige Rolle beim Aufstieg des Calvinismus. Die Stadt gehörte von 1522 bis 1714 zu den Spanischen Niederlanden, danach bis 1795 zu den Österreichischen Niederlanden.
Vom Ende des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts verfiel Gents Wirtschaft, die Bevölkerung ging von über 50.000 bis 1650 auf 31.000 zurück. Ende des 18. Jahrhunderts erlebte die Stadt dann eine zweite Blüte, als Gent zu einer der ersten industrialisierten Städte auf dem europäischen Festland wurde.
Ich habe für uns eine Stadtwanderung herausgesucht, die an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Wir starten an der Ruderstrecke im Westen von Gent und laufen an der Schelde entlang in Richtung Zentrum.

Graffiti am Stadtmuseum STAM
Als erstes historisches Areal begegnet uns die ehemalige Zisterzienserabtei Bijloke, die einem ganzen Stadtteil ihren Namen verliehen hat.
Auf dem riesigen Abteigelände sind seit 2010 das Stadtmuseum von Gent, ein Konzertsaal und weitere kulturelle Einrichtungen untergebracht.
Anschließend geht es am prachtvollen Gerichtsgebäude aus dem 19. Jahrhundert vorbei in das historische Zentrum. Ein Großteil der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bausubstanz ist erhalten geblieben, wobei die Stadtsilhouette durch drei Türme dominiert wird, die als „de drie torens“ bekannt sind. Es sind dies der 95 m hohe Genter Belfried, der Turm der St.-Bavo-Kathedrale und der Turm der Sint-Niklaaskerk am Kornmarkt.
Wir laufen am prächtigen Alten Rathaus vorbei, passieren die Alte Post und stehen bald vor der Burg Gravensteen (Grafenstein), der Residenz der Grafen von Flandern aus dem 12. Jahrhundert. Weiter geht es am Wasser entlang zur Gracht des alten Hafens, der Graslei und der Korenlei mit ihren alten Giebelhäusern. Es gibt so viel zu sehen hier. Ich glaube, wir müssen demnächst noch einmal mit dem Wohnmobil wiederkommen und hier ein paar Tage verbringen.
- Karte unserer Stadtwanderung durch Gent
- Alte und neue Architektur an der Leie gegenüber vom Bijlokekaai
- Fassaden an der alten Zisterzienserabtei Bijloke
- Portal an der alten ‚Zisterzienserabtei Bijloke
- Rücksete der alten Zistezienserabtei Bijloke
- Musikzentrum in der alten Zisterzienserabtei Bijloke
- Blick in den Kanal Ketelvaart am Gericht
- Rückseite des Gerichts im historischen „Hof von Beroep“ an der Leie
- Vorderseite des Gerichts
- Graffiti an der Leie in der Nähe des Gerichts
- Kunstmuseum am Marktplatz „Kouter“
- Kunstvolle Haustür an einem modernen Stadthaus um Jugendstil
- Heute ist Büchermarkt auf dem Ajuinlei an der Leiez
- Blick vom Sint Baafsplein vor der Kathedrale zum Belfried und der Tuchhalle. Rechts das Nationaltheater Gent.
- Denkmal für die Gebrüder Van Eyck an der Rückseite der Sint Baafskathedraal
- Innenraum der Sint Baafskathedraal
- Die Alte Burg Geeraard Duivelsteen
- Hitstorisches Gebäude an der Niederschelde hinter der Sint Baafskathedraal
- Das Bischöfliche Palais hintter der Sint Baafskathedraal
- Die Stadshal am Poeljemarkt zwischen Belfort und Sint Niklaskerk
- Das Genter Rathaus am Belfort
- Seitenansicht des Rathaus
- Belfort und Altes Rathaus
- Detail an der Fassade des Alten Rathaus
- Sint Niklaskerk mit der Roland-Glocke
- Das Alte Postamt am Kornmarkt
- Seitenansicht auf das Alte Postamt von der Sint Michielsbrug
- Blick von der Brücke am Kleinen Fischmarkt zum Groot Vlesshuis
- Durchgang zur Touristeninformation am Veerleplein
- Gravensteen, die Burg der Grafen von Flandern, Seitenansicht
- Burg Gravensteen, Rückansicht
- Rückseite der Alten Post an der Graslei
- Das Gildenhuis Vrije Schippers an der Graslei
- Sint Michielskerk
- Blick von der Sint Michiaelsbrug zum Kornmarkt und der Sint Niklaskerk
- Panoramabild von der Graslei mit den Gildehäusern und der Rückseite der Alten Post




































