
Der St.-Paulus-Dom am Domplatz
So viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis waren schon einmal in Münster, der Stadt des westfälischen Friedens, nur ich irgendwie noch nicht. Als fahre ich nach unserer Wanderung durch die Haard weiter in die nur 70 Kilometer entfernte Stadt an der Aa.
Wir parken am Rande der Altstadt in der Nähe des Schlossplatzes, wo gerade die große Kirmes „Send“ stattfindet. Die Eingänge sind gut gesichert. Jeder Besucher muss seine Taschen vorzeigen und es ist viel Polizei unterwegs.
Schon von weitem fallen mir die vielen Kirchtürme auf, die das Bild der Altstadt prägen. Wir laufen zunächst zum Domplatz, wo im 6. Jahrhundert die Besiedlung der Region begann. Hier steht der St.-Paulus-Dom, neben der berühmten Lambertikirche das wichtigste Gotteshaus in Münster.
Vom Domplatz kommen wir zum Prinzipalmarkt mit seinen prächtigen Kaufmannshäusern aus der Zeit zwischen 1358 und 1454, als Münster Mitglied der Hanse war.
Die meisten dieser Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und später vereinfacht wiederaufgebaut. Hier befindet sich auch das historische Rathaus, in dem 1648 der Dreißigjährige Krieg durch Besiegelung des Westfälischen Friedens beendet wurde.
Entlang die Sichtachse des Prinzipalmarktes blicken wir auf die Kirche St. Lamberti mit den berühmten Körben der drei hingerichteten Täufer. 1534 begann diese dramatische Episode, die in der Proklamation des Königreichs Zion durch Jan van Leyden gipfelte.
Doch bereits im Juni des darauffolgenden Jahres wurde die Stadt von Truppen des Bischofs Franz von Waldeck eingenommen. Die gefolterten und hingerichteten Anführer des Täuferstaates wurden anschließend zur Abschreckung in drei eisernen Körben an der Lambertikirche aufgehängt. Dort hängen die Originalkörbe aus dem Jahre 1535 noch immer.
Wir drehen eine Runde durch die Altstadt und kommen schließlich zum fürstbischöflichen Schloss, dem Sitz und Wahrzeichen der Westfälischen Wilhelms-Universität. Dort werden an diesem Freitagnachmittag gerade mehrere Promotionen gefeiert.
Die frisch ernannten Doktoren stolzieren mit lustigen Hüten durch den großen Schlosspark und werden von Freunden und Verwandten beglückwünscht. Endlich tritt in diesem Moment die Sonne hinter dem grauen Herbsthimmel hervor. Das haben sich die fleißigen Doktoranden sicher verdient.
- Karte unserer Stadtwanderung durch Münster
- Das Zentrum von Münster
- Die Münsterische Aa durchfließt das Zentrum
- Frontansicht des St. Paulus Domes
- Historisches Modell des Domplatzes
- Skulptur vor dem Westfälischen Kunstmuseum
- Portal des Westfälischen Landesmuseums
- Das historische Rathaus am Prinzipalmarkt. Hier wurde 1648 der Westfälische Friede geschlossen.
- Die Kirche St. Lamberti
- Darstellung „Wurzel Jesse“ am Südportal der Lambertikirche
- Barockportal an der Kurfürstlichen Residenz
- Wiederaufgebaute Kaufmannshäuser in der Altstadt
- Dominikanerkirche im Zentrum von Münster unweit der Lambertikirche.
- Letzte erhaltene Fassadenwand des einstigen Dominikanerklosters neben der Dominikanerkirche
- Der Stadthausturm am Prinzipalmarkt
- Die Aegidiikirche in der Altstadt, früher eine Kapuzinerkirche
- Petrikirche in der Altstadt direkt an der Aa
- Brückenfigur
- Der Heereman’scher Hof, eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance in Münster
- Renaissance-Bau am Rande der Altstadt
- Historische Konzertorgel am Rande der Kirmes
- Wir laufen auf das fürstbischöfliche Schloss zu, heute Sitz und Wahrzeichen der Westfälischen Wilhelms-Universität.
- Frontseite des Schlosses
- Rückseite des Schlosses
- Der Botanische Garten im Schlosspark
- Panoramaaufnahme des Schlosses



























