
Blick hinauf durch die Turmhaube zur Spitze des Südturms
Nach mehr als vierzig Jahren bin ich heute zum zweiten Mal im Leben auf die Spitze des Kölner Doms gestiegen. Beim ersten Mal am Anfang der 1980er Jahre war ich ein Teenager und mit meinem Daddy hier, ich erinnere mich genau.
Vor mir zwei amerikanische Touristen, die beherzt lossprinten. Ich denke noch: geht lieber nicht zu schnell, das ist wie bei einem Berg, da stehen die Beiden nach einem Fünftel des Aufstiegs im Treppenhaus keuchend vor mir und müssen erst einmal ein Päuschen einlegen.
Ich gehe ruhig weiter, ohne Atemnot, aber ins Schwitzen komme ich schon auch. Hier oben in den offenen Türmen ist herrlich klare Luft, vielleicht ein wenig früh am Tag, um gute Fotos zu schießen, denn die Sonne steht noch recht tief. Aber es tut gut, von oben ein Gebet in Richtung Himmel zu schicken.
Nach dem Abstieg besuche ich noch den Kirchenraum, dessen Pracht und Luftigkeit im dichten Gedränge der Touristen ein wenig untergeht. Im Herzen des Doms die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Der Schrein stammt aus dem 13. Jahrhundert und stellt die größte mittelalterliche Goldschmiedearbeit in ganz Europa dar. Es war diese Reliquie, die Köln im Mittelalter zum Anziehungspunkt für Pilger aus vielen Ländern machte und den Grundstein für den Wohlstand der Stadt legten.
- Modell des 157 m hohen Doms
- Frontsicht auf den Dom (Westfassade)
- Seitenansicht von Süden mit den markanten gotischen Außenstreben
- Da will ich hoch
- Blick nach Nordosten beim Aufstieg
- Petersglocke (Dicker Pitter) im Südturm
- Ab hier geht es über eine Stahlkonstruktion weiter nach oben
- Blick nach Osten mit dem Hauptbahnhof (links) und dem Kunstmuseum Ludwig (rechts)
- Blick nach Süden Richtung Siebengebirge
- Turmhelm mit der Spitze des Südturms
- Portal am Südturm
- Blick in den Hochchor mit dem Vierungsaltar (vorne)
- Schrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige hinter dem Hochaltar am Chorumgang
- Altar der Schmuckmadonna
- Antwerpener Retabel: Der 6,80 Meter breite Agilolphusaltar
- Gesamtkunstwerk: Achskapelle in neugotischer Ausstattung (1892–1908)
- Schrein für den Märtyrer St. Engelbertus
- Seitenaltar mit der Grablage Christi
- Grablage eines von 33 Bischöfen, die im und unter dem Dom bestattet sind
- Strahlend: Die Domfenster an der Südseite
- Berühmtes Richter-Fenster





















